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 Betreff des Beitrags: Abberationen..
BeitragVerfasst: 19.01.2016, 21:10 

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kann man sich zunutze machen.
Ist aber nicht ganz einfach, deswegen zeige ich hier nur meine Mattscheibe - das Bild selbst muss ich noch mal angehen, um die Wirkung der Weichzeichnung genau so auf Papier zu bringen...

Dateianhang:
Buch.jpg
Buch.jpg [ 64.26 KiB | 1601-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 19.01.2016, 22:45 
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Hallo Ritchie,

das gefällt mir! Warme Farben, wirklich weich und ... was liegt da auf dem Buch? Das Buch wirkt fast wie ein glühendes Brikett.

Viele Grüße
Andreas

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#672


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 19.01.2016, 22:53 
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Ritchie hat geschrieben:
kann man sich zunutze machen.
Ist aber nicht ganz einfach, deswegen zeige ich hier nur meine Mattscheibe - das Bild selbst muss ich noch mal angehen, um die Wirkung der Weichzeichnung genau so auf Papier zu bringen...

Dateianhang:
Buch.jpg


Das Bild gefällt mir auch sehr gut. Aber ich habe Deine Erklärungen über das Making of (?) oder über das Zwischenergebnis (?) gar nicht verstanden.

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# 543


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 19.01.2016, 23:41 

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Alte, unkorrigierte Objektive, simple Einzellinsen (Meniskus), oder auch spezielle Weichzeichnerobjektive ( hier ein 2-linsiges Rodenstock Imagon ) haben Bildfehler, u.A. sphärische (Kugelgestaltfehler) und chromatische Abberationen.
Beide genannten Fehler bewirken z.B., aufgrund unterschiedlicher Fokuspunkte, eine diffuse, nicht auf den Punkt scharfe Wiedergabe.
Es ist also schon mal etwas kniffliger, überhaupt zu fokussieren; es kann z.B. durch sog. Fokusdifferenzen auch sein, dass man auf die Nasenspitze fokussieren muss, um die Pupille scharf zu bekommen.
Besonders interessant wird so ein Weichzeichnerbild, zumindest für mich, wenn man nun auch noch etwas unschärfer fokussiert, dann fängt das Bild in manchen Bereichen an zu strahlen, zu leuchten.
Die richtige Blende,und damit der Grad der Weichzeichnung, aber vor allem auch die passende Beleuchtung, und auch eine, die Wirkung nicht zerstörende, Belichtung muss gefunden werden.

Und nun wirds richtig doof - was man auf der Mattscheibe zu sehen bekommt, wird auf dem Papier sicher etwas anders aussehen.
Zum Einen wirken die Überstrahlungen auf Papier anders als auf der Mattscheibe, zum anderen sind die teils filigranen Erscheinungen auch schnell zunichte gemacht.

So schön, wie die hier gezeigte Mattscheibenansicht auch war, das Papierbild ist mir das Herzeigen nicht wert.
Die Gloriolen, also die "glühenden" Bereiche z.B. um die Blume herum, waren in diesem Falle einfach zu ausgeprägt.

Inzwischen klappts etwas besser :-)

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 20.01.2016, 20:04 

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Danke, Andreas,
das ist ne kleine trockene Sonnenblume.
Das "brikettige Glühen", das ist es, was so einen Weichzeichner ausmacht !
Im Vogrund habe ich noch als kleinen Lückenfüller eine hohle Schnecke drapiert.

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 02:03 

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oh ja, ein Imagon an meiner Mamiya RB ist ein schoenes Objektiv. An 4x5+ sicher noch besser...

Haette gerne mal ein Nicola Perscheid Objektiv.

_________________
#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 10:55 
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Das Ergebnis ist jedenfalls wunderschön.
Aber ich frage noch mal so ganz dumm: Was ist eine Mattscheibenansicht? Wie macht man das?

LG
Federica

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# 543


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 11:25 

Registriert: 01.12.2015, 16:49
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Frederica,

danke für das Lob, und auch, dass Du nicht locker lässt.
Ich dachte, der Begriff Mattscheibe sei allgemein ein Begriff, mein Fehler, sorry.

Wenn Du Dein Bild in der Kamera darstellen - und scharfstellen - möchtest, wird Dieses zunächst immer auf einer Mattscheibe sichtbar sein, zumindest bei TLR (Doppelauge), SLR ( Spiegelreflex), und bei Balgenkameras (Jene mit Mattscheibe).

Was Du hier siehst, ist das Abbild des Motivs auf der Mattscheibe meiner Grossformatkamera, wobei dort das Bild immer auf dem Kopf steht; ich habe es der besseren Ansicht wegen umgedreht.

Der Herr Niklas Perscheid hatte seinerzeit bei, Moment, Goerz, nee - ach ja, Busch Rathenow glaube ich, eine Sonderanfertigung nach Seinen Vorstellungen bauen lassen.
Ziel war u.a. eine softe Wiedergabe; die Dinger sind heute leider kaum bezahlbar, es gab da nicht sehr viele von.
Solche Zusammenarbeiten waren damals nicht unüblich.

Mein 200er Imagon hat in der Tat den Zörkendorf Adapter für die RB 67 ( man braucht dazu den Verschluss eines 180er RB-Objektives); die RB hatte ich mal, leider verkauft das schöne Teil, aber ich mach eben nur noch Grossformat.

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 12:46 
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Mattscheibe ist mir durchaus ein Begriff. Ich habe auch u.a. eine Rolleicord.
Was mir nicht klar war ist, wie das Bild, das Du eingestellt hast, zustande gekommen ist.
Die Bilder die ich hier einstelle (eigentlich fast ausschließlich auf der Web-Seite) sind scans vom Negativ oder etwas seltener vom Abzug.
Ich verstehe es jetzt so, dass Du die Mattscheibe mit dem Bild, so wie von Dir scharf gestellt hast digital abfotografiert hast. Oder habe ich wieder was nicht verstanden?

LG
Federica

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# 543


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 13:00 

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Federica hat geschrieben:
Ich verstehe es jetzt so, dass Du die Mattscheibe mit dem Bild, so wie von Dir scharf gestellt hast digital abfotografiert hast.


Genau.

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 13:21 
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Aber dann müsste das Bild, so wie Du es hier zeigst, zumindest auf dem Negativ genau so rauskommen, oder?

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# 543


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 14:27 

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Nein.
Schon bei der Entwicklung könnte einiges abhanden kommen, und auch kann ein Negativ nicht unbedingt das Strahlen derart wiedergeben, wie es die Mattscheibe vermag.
Unklar ist zunächst auch mal, was der Film da festhält; Dein Auge nimmt die verschiedenfarbigen Wellenlängen des Lichtes anders wahr als ein Film, und dieser dann anders als der Nächste...
Bei der Weichzeichnung werden die Wellenlängen von z.B. blau und rot "zerlegt", statt zentriert aufzutreffen, also hat man unterschiedliche Fokuspunkte für die jeweiligen Farben.
Das gilt jeweils für die Farbfehler als auch für die Kugelgestaltfehler, also für die chr. und sph. Abberationen.
Was sieht man nun auf der Scheibe, und was davon wird der Film wie speichern?

Grösstenteils ist hier aber der Fotofgraf gefordert, das stimmt schon.
Es ist nur so, dass man Einiges an Film verballern muss, bis man die Optik und deren Verhalten auf dem Film/Papier richtig kennt.

Im Positiv kommt dann noch hinzu, dass sich die Feinheiten der Weichzeichnung beim Vergrössern "aufblähen", stell Dir dazu einen feinen Strich auf einem Luftballon vor, den Du dann aufbläst. Da verliert sich der Strich alsbald.

Klingt alles wissenschaftlicher, als es ist, aber nach meinen Erfahrungen ist es schon etwas schwieriger, ein wirklich hervorragendes Weichzeichnerbild zu kreieren, und i.d.R. schaffen dies nur Leute, die wissen was sie da tun, ihr Material gut kennen.

Genaugenommen muss man die Weichzeichnung auch erst mal verstehen , sonst sieht man nur irgendwelche Effekte, oder, so ging es mir, lediglich irgendwie unscharfe Bilder, von denen dann behauptet wird, das könne man auch mit Vaseline oder Photoshop nachmachen.

Dazu würde mich Buthjatas Meinung einmal interessieren, der hat ja wohl auch ein Imagon.
Gerne auch mit Bildbeispielen...

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 15:23 

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Hier z.B. hatte ich die Blätter der Amaryllis sehr zart, umgeben von heftigen Gloriolen auf der Mattscheibe eingestellt. Traumhaft..

Diese Gloriolen, das sind Überstrahlungen.
Überstrahlungen verfälschen das Ergebnis, denn das ist auch Streulicht, welches neben der gestalterischen Wirkung auch in der Belichtung gesondert zu berücksichtigen ist

Im Bild (klein) sind die Blattränder kaum noch wahrzunehmen, hier leider noch schlechter zu sehen als im Original; die Überstrahlungen hauen durch, welche widerum nur noch schwach als Gloriolen auszumachen sind.
Ist etwas hell, der Kontaktabzug, aber dunklere Versionen sahen auch nicht besser aus.
Mir ging es konkret um die Gloriolen an den weissen Blättern.
Das grosse Bild musste ich derart und unpassend dunkel abziehen, um überhaupt noch ansatzweise Blatt und Gloriole zu erkennen,in heller gehalten waren da nur noch weisse Flächen - aber das ist alles schlicht für die Tonne und hat nichts mit dem zu tun, was ich auf der Mattscheibe sah...

Der Film, ein Röntgenfilm, hat keinen Lichthofschutz, was hier erschwerend hinzukommt.
Meine Idee war eigentlich, das Überstrahlen noch zu unterstützen, aber das ging nach hinten los.

Dateianhang:
Blur.jpg
Blur.jpg [ 81.73 KiB | 1523-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 21:58 

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Beiträge: 190
Hast Du das erste mal auf Farbdiafilm versucht?

Viele Grüße
Nils


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 Betreff des Beitrags: Re: Abberationen..
BeitragVerfasst: 21.01.2016, 22:10 

Registriert: 01.12.2015, 16:49
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Nils, so ein Dia, oder auch Farbnegativ, kostet mich an Material und Entwicklung bei 4x5" runde 7-10 Euro je Schuss.
13x18cm/5x7" gibt es in Color schon lange nicht mehr, da habe ich nur noch wenige Blatt.
Meine Vorräte zücke ich entsprechend nur, wenn ich weiss, dass das Bild perfekt wird.
Also selten :-)

Gerechnet ist das 200er Imagon für 9x12cm, also wäre eine alternative Rollfilmaufnahme denkbar, aber an 6x9cm bekomme ich vermutlich eine geringere Wirkung .

Geübt und probiert wird also nur in S/W, und lustvoll rumgeaast wird ausschliesslich mit Röntgenfilm :-)

VG,
Ritchie


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