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 Betreff des Beitrags: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 21.01.2009, 23:11 
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Eine Ausführliche Beschreibung eines der Aufwändigsten photographischen Prozesse,
die bisher kannte: Copper Plate Photogravure.
Mit qualitativ hochwertig gedruckten Beispielbildern, was ja bei solchen
Prozessbeschreibungen selten vorkommt. Beschrieben ist alles, von der Belichtung des Negativs über die Herstellung eines Großdias, Herstellung eines Gelatinetuches für
den Bichromat - Druck, ätzen - in mehreren Prozessstufen, Herstellung eines Raster-Negatives... bis zum finalen Druck.
Nicht wirklich etwas zum Schnell-mal-ausprobieren, aber dieses Faszinierende (und eigentlich altbekannte) Verfahren offenbart zahlreiche Möglichkeiten zur
kreativen Entfaltung.

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#246


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BeitragVerfasst: 22.01.2009, 18:23 
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Vielleicht hätte ich es ja erwähnen sollen:
Kupferplatten- Photogravüre ist ein Prozess, mit dem man
aus seinen analogen Bildern, egal ob von KB, MF oder GF,
Druckplatten herstellen kann. Das ist u.A. von Vorteil,
weil die zum Druck verwendeten Farbstoffe - und da hat man eine
große Auswahl- wesentlich haltbarer sind als unsere Silberbilder.

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#246


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 23.11.2009, 22:02 
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Also mich fasziniert das Thema immer wieder.
Hab gerade das hier auf Youtube gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=xkGt9nFER1s
Die nicht gerade ungiftige Dichromat-Gelatineschicht wird hier durch
eine lichtempfindliche Photopolymerschicht ersetzt. "Entwickelt" wird in Sodalösung.

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#246


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 24.11.2009, 01:34 

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Hallo Andre

Sehr interessant. Als Elektroniker finde ich die Idee sehr spannend. Bei der Leiterplattenherstellung verwenden wir ja das selbe verfahren an. Daher werde ich es evtl. mal mit Photobeschichteten Epoxidharzplatten probieren. Die sind einigermassen günstig, super gleichmässig und fast unzerstörbar.

Siehe dazu z.B. http://www.bungard.de/content/view/25/76/lang,german/

Die Platen kommen schon fertig Photobeschichtet. Sie lassen sich einfach mit UV-Licht belichten und z.B. mit kostengünstigem Natrium-Hydroxid entwickeln.

Ätzen lassen sich die Platten einfach mit Amoniumpersulfat, Natriumhydroxid (Ätznatron) oder Eisen-III-Chlorid. Das letztere kann eine ziemliche Sauerei verursachen :)

Ein Beispiel das ich gerade gegoogelt habe, ist unter http://www.cyber-wulf.de/a_platinen.html zu finden.

Der eindeutig kritischste Teil des Prozesses, ist das belichten, aber das brauche ich einer Dunkelkammerratte wohl nicht zu sagen. Wenn man mit einer Folie direktbelichtet, muss zwingend eine Glasplatte drauf, sonst wird alles schwammig.

Die Platten kommen sind mit einer Kupferdicke von 18, 35 oder 70 µm erhältlich, beim Ätzen von 70er Platten werden aber gerne die "Ecken" der nicht weggeätzten Flächen rund, weil die länger der Säure ausgesetzt waren. Für den Druck sollten eigentlich 18er langen, 35er gehen noch ohne weiteres. Anderseits, wenn nicht scharfe Kanten zählen sondern eher weiche Übergänge gemacht werden sollen, kann 70µm oder mehr vielleicht sinnvoll sein.

Werd mich im Frühling mal dranmachen. Jetzt ist es mir im Bastelraum zu kalt :)

Gruss

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#544


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 24.11.2009, 01:47 

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hi,

müsste doch eigentlich auch mit Zinkplatten funktionieren, oder?
Muss ich aber nicht vorher noch ein Kolophonium-Raster auf die Platte bringen?
Sollte doch fast so wie bei Aquatinta funktionieren.

Falls das mit dieser Polymerschicht wirklich funktioniert, wäre das ja wohl eine ziemliche Erleichterung.

lg

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#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 24.11.2009, 13:30 
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butjatha hat geschrieben:
müsste doch eigentlich auch mit Zinkplatten funktionieren, oder?
Muss ich aber nicht vorher noch ein Kolophonium-Raster auf die Platte bringen?
Sollte doch fast so wie bei Aquatinta funktionieren.


Ja, müsste auch mit Zink gehen, lässt sich ja auch ätzen.
Und ein Raster muss auch auf die Platte.
Ich hab hier noch etwas gefunden:
http://www.intaglio-type.de

Ob es nun einen Unterschied zwischen Photogravure, Heliogravure oder Intagliotype
gibt, weiß ich nicht, sie scheinen zumindest ähnlich zu sein. (Die ganzen Prozessnamen verwirren mich langsam :? )
Ich hab im Netz bisher nur zwei Bezugsquellen diesseits des großen Teichs für Photopolymerfilme gefunden, einmal in den Niederlanden:
http://www.polymetaal.nl/
Und in Deutschland http://www.oktogon-intaglio.de

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#246


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 24.11.2009, 22:42 

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hmmm...

Werde mich morgen ma informieren, kann dann bestimmt mehr berichten.

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#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 25.11.2009, 23:05 

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werde das Verfahren mit dem Polymerfilm demnächst mal ausprobieren können und berichte dann.

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#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 27.11.2009, 17:27 
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Ach Andre, ich hab mir vor kurzen das Buch "Fotografia pensante" von Luiz Guimarães Monforte geholt, in dem einige alternative Techniken sehr gut erklärt werden. Hinterher hab ich ein wenig gegoogelt und auf seiner HP ist das komplette Buch. :roll:
Ist zwar auf portugiesisch, aber vllt interessant: http://www.luizmonforte.com/pensante.htm

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Fabricio Schmidt #49

http://www.facebook.com/FabricioSchmidtPhotoArt
http://mind-jacker.blogspot.com.br/


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 Betreff des Beitrags: Re: Copper Plate Photogravure - Demystifying the Process
BeitragVerfasst: 29.11.2009, 22:33 

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wobei es durchaus Unterschiede zwischen den Edeldruckverfahren, die ja doch im Prinzip immer Unikate ergeben und den Druckverfahren (z.B. Heliogravüre) bei dem eine zu druckende Platte entsteht, gibt.

Danke für den Link, schaut spannend aus, aber Portugiesisch kann ich leider (noch) nicht.

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#173


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