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 Betreff des Beitrags: Das Loch
BeitragVerfasst: 11.04.2010, 22:46 
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Registriert: 08.01.2009, 01:28
Beiträge: 134
Wohnort: Wien
Auch wenn ich eifrig google und recherchiere - zur Frage der Fragen, wenns um die Lochfotografiererei geht, find ich relativ wenig und auch nicht wirklich zufriedenstellendes. Ich hab ja schon ein paar Versuche absolviert, zum teil auch durchaus zufriedenstellende, wie zb.
http://www.flickr.com/photos/69316105@N00/3319935495/
Nun hab ich mir eine alte bessa 6x9 umgebaut und krieg partout kein sauberes Loch zustande.
Ich nehm Dosenblech, mach mit nem Kugelschreiber eine Beule rein, die ich dünnschleife und dann mit einer Nadel und Schleifpapier bis zu einer Öffnung arbeite, die im Diaprojektor passabel, sprich rund und glatt aussieht und rechne aus der Abbildung den echten Lochdurchmesser aus. Ich zweifle aber an der Methode... manuelle Scharfstellung führt bei ein und demselben Loch zu dehr unterschiedlichen Abbildungen und Lochgrößen.... gibts da Regeln oder Tipps für die Scharfstellung und Umrechnung, oder wendet ihr genz andere Methoden an?
Kurz zusammengefasst: wie macht ihr eure Löcher?
freundliche Grüße
Dietmar

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"Ich gehe meilenweit für einen Umweg"
#507


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Loch
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 05:28 
Dosenblech? Das scheint mir etwas arg dick...
Im Netz (und hier im Forum) ist nichts zu finden? :-) ... Kann ich gar nicht glauben...
-> viewtopic.php?f=27&t=4425&hilit=Lochkamera
-> viewtopic.php?f=27&t=2700
-> etc...

...nun gut...
Ich nehm dazu die Bodenfolie von Backwaren.
Grilltassen oder Gefriertassen scheinen mir genauso geeignet. Das Blech von Teelichtern ist dicker...
Wenns was "besseres" sein soll:-> http://shop.ebay.at/i.html?_nkw=Messing ... 277&bkBtn=

Das Lochblech in der richtigen Größe lege ich glattgestrichen auf eine weiche Unterlage (Mousepad) und steche dann mit einer Nadel (mit Gefühl) bis ich das Gefühl habe durch zu sein. Nicht ganz durchstechen, das Loch wäre mir mit 0,3mm-0,5mm viel zu groß.
Anschließend wird mit einem feinen Schleifstein beidseitig der Grat verputzt und das Loch von der anderen Seite unter ständigem drehen wieder freigestochen (nicht durchgestochen). Das ganze ein paarmal wiederholen - fertig. Wird exakt, kreisrund, klein...
Ich bin ganz und gar kein Freund der Beulen(abschleif)methode - da streubt sich mein Werkzeugmacherherz..
Zum Vermessen ein (durchsichtiges) Lineal in den Diaprojektor, und den Abstand von 1mm an der Wand markieren.
Anschließend das Lineal wieder raus, Loch in den Projektor, innerhalb der beiden Markierungen projizieren, abmessen, fertig.

... andere schwören drauf die Löcher käuflich zu erwerben... (eBay)
-> http://foto.shop.ebay.at/Objektive-/332 ... 86.c0.m282
Das bleibt jeden selbst überlassen.

viel Glück!

btw. - hab mir grad dein Foto angesehen... was stört Dich denn?
Pinhole lebt doch von ein paar Unsauberkeiten. Seinen es zu große Löcher (zu dickes Blech ist kein guter Ansatz für Experimente), Schlitze statt Löchern (z.B. -> http://lochkamera.blogspot.com/... usw...
Zu dem Thema gibts ne MENGE im Netz..


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Loch
BeitragVerfasst: 24.04.2010, 22:58 
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Registriert: 08.01.2009, 01:28
Beiträge: 134
Wohnort: Wien
Ein spätes Danke für deine ausführliche Info, damit kann ich was anfangen (und mit den Links die ich, naja, im Wald vor lauter Bäumen...)
Was spricht denn gegen die Ausbeulungstechnik?
Ich probier jetzt halt einfach mal das dünnere Blech einer Backwartetasse. Wie behandelst du den Grat genau? einfach kreisend sachte schleifen? Ich bin metallbearbeitungstechnisch eher der Laie...
Vielleicht kann ich ja nächste Woche wieder mal zum Treffen kommen mit Anschauungsmaterial :wink:
LG Dietmar

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#507


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Loch
BeitragVerfasst: 24.04.2010, 23:24 
pietrocorvo hat geschrieben:
Wie behandelst du den Grat genau?


1. sachte mit der Nadel stechen - NICHT durch das Blech!
2. beidseitig schleifen
3. mit Wasser abspülen
4. die Nadel nochmal von BEIDEN Seiten unter leichtem drehen am Loch ansetzen (wohl der heikelste und schwierigste Teil)
5. nochmals schleifen
6. abspülen
7. nochmal die Nadel beidseitig drehend ansetzen
8. Vermessen mit Diaprojektor (ggf. Kontrolle mit Mikroskop - falls vorhanden)

Punkt 2.-4. bzw. 5.-7. kann man beliebig oft wiederholen - bis man die richtige Ausgewogenheit zwischen rundem Loch und Gratfreiheit bis in die Zehen spürt...
An einfachsten wäre es eine Nadel mit Holzschaft zu verwenden, und wer's buchstäblich auf die Spitze treiben will, kann die Nadelspitze noch anschleifen (zur Spitze hin) um beim Nacharbeiten des Lochs auf die Schleifrillen/-spuren zu setzen die das Loch (ähnlich einem Fräser) noch mechanisch bearbeiten und den Grat (und Schleifstaub von Punkt 2. und 5.) in Null-Komma-Nix wegputzen.
Setzt halt ein ruhige Hand vorraus und die Fähigkeit auch nach dem schleifen zu wissen wo das Loch war.
Aber hier greif ich den eigenen Ideen nun nicht mehr vor...

Warum ich das Loch nicht mit der "Beulenmethode" mach?
Die Beule dient dazu das Blech (nach dem abschleifen derselbigen) im Lochbereich etwas dünner zu haben. Nimmt man gleich dünne Folie spart man sich das.
Weiters ist das bloße Stechen eines Lochs weitaus berechenbarer... usw.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Loch
BeitragVerfasst: 13.03.2014, 08:55 

Registriert: 22.08.2007, 21:53
Beiträge: 55
Schaut mal hier http://www.jochen-reincke.de/lochkam/loecher.htm
Sehr anschaulich erklärt, und es funktioniert gut. Ich benutze verschiedene Spannungen und Kondensatoren je nach Lochgrösse die ich brauche. Bei einem Dutzend Pinholes sind immer 2-3 perfekt runde gratfreie Löcher dabei.


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