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 Betreff des Beitrags: (analog-) Fotografie heute
BeitragVerfasst: 19.04.2011, 20:29 

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Fotografie heute - in der Schweiz

Die Schweiz hat ja eine Tradition in der Fotografie und auch heute liest und hört man immer wieder von Aktionen/Veranstltungen, Wettbewerben und Ausstellungen.
Man könnte wohl bestens sagen die Fotografie erlebt (auch) hierzulande eine Hochkonjuktur, hat einen hohen Stellenwert.

Populäre Ausstellungen wie Photo10, (10 = je nach Jahreszahl), EWZ-Collection, das traditionelle Winterthurer Fotomusuem und einige weitere bekannte Museen (zB "focale" in Nyon, "Centre de la Photographie" in Genf usw usw), Veranstaltungen wie die Bieler Fototage usw. Und auch Wettbewerbe wie aktuell "Look of Switzerland" oder "Fotomarathon" in mehreren Städten usw.
Für uns Analogies natürlich noch die Fotobörsen usw

Auch hinsichtlich Ausbildung ist die Schweiz seit jeher ein interssanter Platz und immer wieder ja Politikum zwischen Gruppierungen von Verbänden und Institutionen bis hin zum Alternativen Fotografen-Bildungsweg der GAF. Selbst ein zweites FotoIntenetportal gibt's mittlerweile.

Und selbstverständlich erwähnenswert die Zeitschriften und Verlage wie einst das legendäre "Camera" oder "Photographie".
Ebenso natürlich zahlreiche bekannte Fotografen, die ich nun mal nicht nenne.

Aber - und dies die Frage - wie seht ihr die (analoge) Fotografie in der Schweiz?

In Museen scheint sie allgegenwärtig und auch was an analoger Ware angeboten wird, lässt sich sehen.
Auf der einen Seite die Mentalität "technisch nicht hinter dem Nachbaren zu stehen", auf der anderen Seite die Wertschätzung des Bewährten inkl der in der letzten Jahre salonfähig gewordenen "Rückbesinnung auf Tradition".
Befindet sich die Analogfotografie darin soetwas wie im Zwiespalt?


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 Betreff des Beitrags: Re: (analog-) Fotografie heute
BeitragVerfasst: 22.04.2011, 23:34 
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Drei Beobachtungen:

-in Zürich gibt es 5 (oder mehr) Fachlabore, die Analoges anbieten, zwei davon absolute Weltspitze (tricolor, blackblanc). In Frankfurt (etwa 5 mal soviele Einwohner im Großraum) keines.
-das eine ETH-SW-Labor hatte im letzen halben Jahr deutlich mehr Anmeldungen als in den 5 Jahren vorher, das andere wahrscheinlich auch.
-es gibt überhaupt noch 2 analoge Labore an den Unis (wohlgemerkt, obwohl es keinen Studiengang Fotografie gibt)

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#12.
Ambassadeur de l'association des objecteurs de la photographie numérique en Suisse im Frankfurter Exil.


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 Betreff des Beitrags: Re: (analog-) Fotografie heute
BeitragVerfasst: 24.04.2011, 09:53 

Registriert: 02.09.2009, 11:26
Beiträge: 757
Damit hast du etas angesprochen, was so etwas wie ein Indikator um den Stand der Analogfotografie ist.
Orientiert man ich ja üblicherweise anhand dem wirtschaftlichen Aspekt (Neuware & Preisentwicklung Occassionen), gibt eine solche Information sogar fast mehr Auskunft.
Denn unabhängig der wirtschafltichen Aspekte geht's schlussendlich ja quasi um die Praktizierung.

Und es ist wirklich erfreulich :)

Vielleicht liegt's ja auch daran, dass man nicht viel mitbekommt, analog Fotografiert wird, zum Einen in der Gesamtfotografie eine Nische, zum Anderen halt das für die meisten mühselige digitalisien für das "Museum ohne Wände" Internet.
Und selbst an sonnenreichen Tagen wo die Leute in die Städte zum Flanieren strömen und man ständig jemand eifrig mit sener DSLR hermuhantieren oder "spienzeln" sieht, wähnt man sich als "Analoger" doch ziemlich alleine.

Aber unabhängig ob digital oder analog, so geht's mir im Kern allgemein um die Frage ob sich die Fotografie in der Schweiz verändert hat, wenn man überhaupt von soetwas wie "schweizerische Fotografie" sprechen kann/konnte.
Sie hat es sich im Allgemeinen sowieso im Laufe der Zeit - sie hat es eigentlich schon immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: (analog-) Fotografie heute
BeitragVerfasst: 25.04.2011, 20:30 
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Beiträge: 2561
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Auslöser hat geschrieben:
Aber unabhängig ob digital oder analog, so geht's mir im Kern allgemein um die Frage ob sich die Fotografie in der Schweiz verändert hat, wenn man überhaupt von soetwas wie "schweizerische Fotografie" sprechen kann/konnte.
Sie hat es sich im Allgemeinen sowieso im Laufe der Zeit - sie hat es eigentlich schon immer.


Vom Bildergebnis her hat sich denke ich nicht viel verändert, schaut man sich die einschlägigen Veröffentlichungen an (du, das magazin usw.) ist der klare grafische Bildstil immer noch prägend, egal ob analog oder digital entstanden.
Was die Verwendung von Analogmaterial per se angeht ist es wie anderswo, nur dass der Schweizer an sich (grob verallgemeinernd) einen stärken Hang dazu hat, altbewährtes beizubehalten (obs nun aus Starrsinnigkeit oder Liebhaberei ist, sei mal dahingestellt) als andere Nationen. Deswegen gibt es in der Schweiz eben auch noch einige Profis gibt, die analog arbeiten, und eben auch die passenden Fachlabore. Die sind allerdings auch weniger geworden (in ZH haben PPL und das Ringier-Labor zugemacht), und in der Ausbildung sinkt der Stellenwert-die HGKZ hat kein Studilabor mehr, wie es in Vevey oder in Luzern aussieht weiß ich nicht. Ich denke mal, es werden die Liebhaber übrig bleiben, so wie bei den Uhren auch-es käme ja auch keiner auf die Idee, professionell Zeit zu messen mit einer mechanischen Uhr.

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#12.
Ambassadeur de l'association des objecteurs de la photographie numérique en Suisse im Frankfurter Exil.


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 Betreff des Beitrags: Re: (analog-) Fotografie heute
BeitragVerfasst: 27.04.2011, 14:17 

Registriert: 02.09.2009, 11:26
Beiträge: 757
Frank S0M0GYI hat geschrieben:

Vom Bildergebnis her hat sich denke ich nicht viel verändert, schaut man sich die einschlägigen Veröffentlichungen an (du, das magazin usw.) ist der klare grafische Bildstil immer noch prägend, egal ob analog oder digital entstanden.


Eigentlich ja ein recht positives Bild über den Stellenwert der Analogfotografie. Und ab und zu kommt mir auch ähnliches zu Ohren.
Manchmal denke ich, dass diesbezüglich "Analogfotografie" vor Allem mit "Klassischer Fotografie" assoziiert wird, was ja absolut Richtigkeit hat und ich es auch so definiere. Mit "Klassischer Fotografie" ist zentral wohl bei Vielen eher die Bildsprache gemeint, vermutlich weniger direkt die Tecnik an sich. Was dann auch zur Doppelnutzung der beiden Systeme führt.
Dass LehrInstitutionen auf die Analogfotografie zusehends verzichten, sie aufgeben, ist auf den einen Seite bedauerlich, auf der anderen Seite auch verständlich. Da muss halt einfach zu viel Lehrstoff vermttelt werden, um quasi noch in der Technik "doppelspurig" fahren zu können. Bei der ZHdK find ich es halt besonders bedauerlich, gibt man sich dort doch als "Lehrschmiede der Künste" aus.
Doch das ist ja so eine Sache für sich, denn m.A. nach wird die "künstlerische Entfaltung" in der Bewerbung der Schulen sowieso überbewertet, gilt es doch spätestens beim Abschluss der Ausbildung, sich berufs-spezifisch zu spezialisieren, wird so mancher Abslovelent rsp Auszubildender, mit der Ernüchterung konfrontiert, nach der Ausbildung lediglich sich durch freie Arbeiten künstlertisch zu betätigen/entfalten.
Von der Enrüchterung in manchen spezifischen Bereichen mal ganz abgesehen.

Die Fotografie an sich im Allgemeinen wird aufgrund ihres Stellenwerts sehr gut gefördert. Bei der Analogfotografie vermisse ich dies vor Allem bei den grossen rsp bekannten Institutionen. Und eben dies führe ich auf obiges zurück, über das ausgeschweigt wird.
Als Aussenstehender hat man da natürlich ein anderes Bild, als jemand der es quasi "von innen" kennt.

Der Vergleich mit den Uhren finde ich äusserst passend, ja das trifft es auf den Punkt.
Das Andere sehe ich weniger. Immerhin ist es ein allgemeiner, übernationaler Trend hin zum "Bewährten" zum Traditionellem, liegt wohl eher im Zeitgeist, was sich ja in sämltichen Bereichen niederschlägt. So ist die Wertschätzung der klassischen Fotografie gross, bei der Umsetzung und Förderung scheint aber die Bequemlichkeit Vorrang zu haben.


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