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 Betreff des Beitrags: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 06.06.2011, 18:20 
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Hallo liebe Sachverständigen,

ich habe mir, wie im Falter-Thread schon erwähnt, eine Moskva 5 mit dejustierten Einstellring für die Entfernung gekauft. Die Justage des Ringes mittels Mattscheibe gefundener Unendlicheinstellung war kein Problem, auch nicht die Reinigung etc. Aber auf einigen Webseiten wir davor gewarnt, *auf keinen Fall* die beiden Prismenscheibchen des Drehkeilentfernungsmessers gegeneinander zu verdrehen, und genau das ist mir beim Putzen der Zahnräder passiert. Schraubt man nämlich das Fokussierrädchen ab, so lässt sich dessen Achse zusammen mit einem Zahnrad nach hinten verschieben. Durch das Verschieben werden schließlich die beiden Scheibchen entkoppelt und lassen sich gegeneinander verdrehen.

Das Wiederfinden der richtigen Lage war eigentlich gar nicht so schwer: ich habe das Prismengehäuse senkrecht eingespannt und mit einem Laserpointer durchgeleuchtet. Hält man eine Scheibe fest und dreht die andere, so sieht man, wie der Lichtpunkt auf der (5 m entfernten) Wand einen Kreis beschreibt. Als der Lichtpunkt bei einem Scheibchen ganz oben und beim anderen ganz unten war, habe ich sie wieder zusammengekoppelt. Dreht man jetzt sieht man einen horizontal um eine Nulllage pendelnden Punkt.

Beim Einbau kam dann die Überraschung: natürlich deckten sich die Teilbilder bei Unendlichstellung bei Betrachtung eines weit entfernten Motivs. Beim Ändern des Fokus gingen die Bilder auch korrekt auseinander, aber dann gingen sie wieder zusammen! Ich hatte eine Deckung der Teilbilder bei der Naheinstellgrenze, obwohl das Motiv quasi unendlich weit weg war.
Auch ein Verstellen der Scheibchen um 180° brachte nichts, lediglich die Position der Teilbilder änderte sich, rechts tauschte mit links.

Dann fiel mir beim Blick durch den Entfernungsmesser ohne eingeschwenkte Prismen auf, das sich die Bilder nicht deckten. Sollte das (bei unendlich) eigentlich nicht so sein oder mache ich gerade einen fundamentalen Denkfehler? Bei nahen Objekten "verbiegen" die Prismen doch eben so den Strahlengang des "rechten Auges", das es genau das gleiche sieht wie das "linke Auge".
Meine Frage: was sehen die Besitzer einer Kamera mit Drehkeilentfernungsmesser (Moskva, Super Ikonta) wenn sie durch den Entfernungsmesser blicken und die Prismen nicht eingeschwenkt sind? Decken sich die Teilbilder bei unendlich weit entfernten Objekten oder nicht? Könnte der Eine oder Andere mal gucken :lol: ? Vielen Dank!

Gruß, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 07.06.2011, 19:11 

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Hallo Jörg,

nachdem hier niemand antwortet, habe ich mich mal angemeldet, um vielleicht helfen zu können.
Also, wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du wissen, ob die Bilder mit ausgeschwenkter Linse bei Unendlichkeitseinstellung in dem gelben Kreis nebeneinander oder übereinander stehen. Bin kein Fachmann! Habe meine Moskva 2 mal so wie beschrieben ausprobiert und die Bilder standen nebeneinander. Mit eingeschwnkter Linse übereinander. Die Scharfstellung ist bei dieser Kamera in Ordnung.
Ich hoff dir geholfen zu haben, wenn nicht, gibt es ja hier hoffentlich noch weitere Mitglieder, die helfen könnten.
Herzliche Grüße
Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 07.06.2011, 21:38 
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Hallo Werner,

vielen Dank für Deine Mühe, Dich extra für eine Antwort hier anzumelden. Aber Deine Information verwirrt mich dann doch etwas. Vielleicht kompensieren die Einschwenklinsen ja etwas, was ich noch nicht verstehe. Ich werd mir den Strahlengang mal in Ruhe aufmalen. Außerdem könnte ich ja mal ins Gehäuse schauen, ob es da etwas zu justieren gibt.

Gruß, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 16:57 

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Hallo Jörg,
Verwirrung wollte ich nicht stiften. Ich hänge mal ein Foto an, das ich durch den Sucher gemacht habe. Es ist nicht besonders, doch vielleicht kannst du etwas damit anfangen. Wenn man es genau betrachtet, ist das Doppelbild zu erkennen.
Hoffentlich klappt das mit der Hochladerei. :?
Gruß
Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 17:01 

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Noch ein Versuch, da das Bild nicht zu sehen ist.

Hat wieder nicht geklappt. :(

Wie geht das denn hier?

Ahhh, die Datei war zu groß!


Dateianhänge:
Dateikommentar: Blick durch den Sucher
moskva2.jpg
moskva2.jpg [ 130.9 KiB | 4143-mal betrachtet ]


Zuletzt geändert von wejo am 08.06.2011, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 17:08 

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Wohnort: nahe wien
hallo

das geht meines wissens nur wenns schon irgendwo hochgeladen ist.

gruss

thomas

_________________
seit ewigkeiten anfänger - aber schön langsam wird´s was
canonist aber oft auf abwegen
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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 17:13 

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Beiträge: 9
Hallo Thomas,

Herzlichen Dank für den Zuspruch, da fühlt man sich wenigstens nicht so alleine. Die Datei war zu groß, sie darf nur 200 kb betragen. Man lernt halt nie aus.

Gruß
Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Moskva 5 - Entfernungsmesser
BeitragVerfasst: 08.06.2011, 20:06 
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Hallo,

danke für das Bild, ich bin jetzt auch nicht mehr verwirrt :mrgreen: . Ich habe versucht nachzuvollziehen, wie denn ein Drehkeilentfernungsmesser funktionert. Leider fand ich im Netz nur einen Hinweis aufs Prinzip, nicht wie es dann eventuell praktisch gemacht wird. Mein Fazit: man kann in gewissen Grenzen mit den Prismen eine "Fehlsichtigkeit" (die beiden Teilbilder decken sich nicht bei Betrachtung eines unendlich entfernten Objekts ohne eingeschwenkte Prismen) korrigieren. Man kann also bei der Justage der beiden "Augen" etwas nachlässig sein, sie müssen nicht perfekt parallel gucken.

Wer möchte, kann sich ja durch meine Erklärung zum Entfernungsmesser wühlen. Mit Skizze!
Links unten sieht man die Kamera von oben und wie in ihr die beiden Teilbilder zusammengeführt werden. Dabei nehme ich an, dass die Blickrichtungen beider Augen parallel sind. Mit den eingeschwenkten Prismen kann man die Richtung, in die das rechte Auge schaut, ändern. Ist das Motiv im Unendlichen, so ändern die Prismen die Richtung des Strahlenganges nicht (Strahl 2). Beide Augen sehen parallel. Ist das Motiv näher, so muss der rechte Strahl etwas nach links umgelenkt werden, damit die Teilbilder sich wieder decken (Strahl 1). Die andere mögliche Richtung (Strahl 3) wird nicht benutzt, dafür habe ich auch ein Argument: Man könnte es ja technisch so einrichten, das der ganze Winkelbereich von 1 bis 3 benutzt wird (indem die Strahlen der Augen von vorneherein etwas aufeinander zu laufen). Dazu müssten sich aber die Prismen in ihrer Fassung aber um 180° drehen, siehe rechten Teil der Skizze: beide Prismenscheibchen haben ihre dicke Seite ganz links: Strahl wird nach links abgelenkt; beide Scheibchen haben die dicke Seite ganz rechts: Strahl geht nach rechts. Liegt jeweils eine dicke Seite über einer dünnen passiert nichts. Wenn ich an meiner Moskva den Fokusbereich komplett durchfahre, dann dreht sich jedes Prisma um 90°. Das reicht, um z.B. zwischen Strahl 1 und 2 hin und herzupendeln, oder zwischen Strahl 2 und 3, aber nicht von 1 bis nach 3.
So. Laufen die Strahlen von vorneherein ein klein wenig aufeinander zu, so wie wahrscheinlich bei Werners Kamera, so wird man einen Winkelbereich von "irgendwo zwischen 1 und 2" bis "irgendwo zwischen 2 und 3" wählen.

Alle Klarheiten beseitigt? Eine Garantie auf Richtigkeit gibt's nämlich nicht 8)

Bei meiner Kamera scheinen die Strahlen ohne Prismen zu divergieren - da habe ich wohl ein Problem.

Gruß, Jörg


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drehkeil.jpg [ 82.69 KiB | 4126-mal betrachtet ]
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