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 Betreff des Beitrags: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 27.03.2015, 11:24 

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Hallo, zusammen !
Nachdem sich bei mir die Barytabzüge stapeln, möchte ich mich jetzt in das unternehmen stürzen, ein Fotobuch herauszugeben. Mein Problem: Nachdem ich die Bilder mit einer Digitalkamera abphotographiert habe, weiß ich überhaupt nicht, wie ich die Aufnahmen am Bildschirm optimieren soll. Betrachte ich sie am heimischen Bildschirm, sehen sie schon je nach Blickwinkel hell-dunkel-flau-kontrastreich aus. An einem anderen Bildschirm sehen sie wieder anders aus. ich verfüge auch über keinen hochwertigen Drucker, der mir Photobuchqualität zeigt.
Was tun ? Und: Ist es besser, die Abzüge abzuphotographieren oder zu scannen ? Mit den negativen möchte ich nichts machen, da ich die Abzüge in der Dunkelkammer auf jeden Fall besser optimieren kann, als am Bildschirm.
Gruß, dino


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 27.03.2015, 17:13 
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Das Problem ist einfach, dass du ja ein Medium ins nächste bringst. Da wirst du wahrscheinlich an ein bisschen nachbearbeitung nicht rum kommen. Und um eine perfekte (wenn das überhaupt geht, m.M.n. nur bedingt) Wiedergabe haben müsste der Prozess kalibriert etc. sein.
Auch wenn ich das ganze in der Ausbildung gelernt habe, ich hasse es!

Wahrscheinlich musst du dich einfach damit auch abfinden könne, dass das Endergebnis nicht genauso sein wirdt wie deine Abzüge.

Ob abfotografien oder scannen entscheidet sich auch an deiner Hardware. Kannst du die Abzüge gleichmäßig ausleuchten? Wie sind die jeweiligen Auflösungen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 28.03.2015, 10:49 

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moin, dillo.
was meine Hardware anbelangt: Abphotographieren geht gut, habe Stativ, kann gut ausleuchten, Digitalkamera hat viel Megapixel und großen Sensor, mit Nahlinse kann ich formatfüllend abphotographieren. Scanner habe ich nur gewöhnlichen Büroscanner. Ein anderes Problem, das ich noch nicht erwähnt habe, sind unterschiedliche Farbstiche bei den verschiedenen Aufnahmen, wie auch immer ich mit dem Weißabgleich experimentiere. Ist es besser, die Digitalkamera auf S/W Modus zu schalten ?
PS: Ist das Bild mit der Rolleiflex authentisch ? Benutze auch so eine und bin immer wieder begeistert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 28.03.2015, 11:50 
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Was für eine Digitalkamera hast du? Du kannst normal den Weißabgleich selbst machen mittels Graukarte bzw. weißem Blatt Papier, den Voreinstellungen oder nach Gefühl.
Auf s/w schalten könnte man eigentlich auch an der Kamera machen, da es sich ja um s/w Bilder handelt. Wobei ich persönlich gerne die nachträgliche Kontrolle habe und der Kamera nie traue. Hmm.....mit was leuchtest du denn aus?

Wenn es nicht zu viele Bilder sind würde ich auch versuchen alle am Stück mit den gleichen Einstellungen zu fotografieren, dann hast du eine gute Basis für die weitere Verarbeitung am PC.
Evtl. kannst du einen kleinen Rahmen mit weißem Papier um die Bilder lassen, dann kannst du später mittels Pipette (kommt drauf an was du für ein Bildbearbeitungsprogramm hast) einen Weißabgleich machen und solltest dann ähnliche Bilder rausbekommen. Dafür ist es jedoch wichtig, dass die Bilder gleichmäßig ausgeleuchtet sind.

Ja, das Bild ist authentisch. Im Moment mache ich so gut wie alle meine Bilder damit. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 13:11 

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Die Kamera ist eine Olympus pen. Den Weißabgleich habe ich erst automatisch gemacht, Einstellung Kunstlicht. War eine Katastrophe. Dann habe ich ein weißes Blatt genommen und auf verschiedene Farbtemperaturen eingestellt, bis das Blatt auf dem Kamerabildschirm weiß rüberkam (nach Augenmaß). Als Beleuchtung habe ich bei zugehängtem Fenster einen Baustrahler (also 5oo Watt Halogen) gegen die weiße Zimmerdecke gerichtet, damit es diffuses Licht gibt. Das mit dem weißen Rand ist eine gute Idee, werde aber zunächst mal die S/W Einstellung versuchen. Problem ist halt, daß ich am Computer eine totale null bin (weshalb bin ich wohl Digitalkameraverweigerer) und dort so wenig wie möglich machen will.
Auf jeden Fall danke für die Ratschläge. Wahrscheinlich ist es wie bei der Photolaborarbeit: irgendwann stimmt es, aber so richtig weiß man nicht warum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 14.07.2015, 13:25 

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Hallo,
bin grad dabei mich in das scan-Thema weiter einzuarbeiten.
Scanner ist der canon 9000f und Software VueScan.
So langsam nähere ich mich brauchbaren Ergebnissen. Aber nur, wenn ich den Scan bearbeite. Ich verwende ACDsee dafür.

Ist das "normal"? Ich hielt ein dichtes Negativ ausreichend und es dürfte dann nichts groß zu korrigieren sein?! Oder sind meine Negative so schlecht??

Gruß, Knut


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 15.07.2015, 09:20 
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mace hat geschrieben:
Ist das "normal"? Ich hielt ein dichtes Negativ ausreichend und es dürfte dann nichts groß zu korrigieren sein?! Oder sind meine Negative so schlecht??


Aus meiner Erfahrung ist bei einem Negativscan immer mehr oder weniger etwas zu korrigieren, in den wenigsten Fällen paßt das 100%. Einfacher ist das mit Dias, egal ob Farbe oder SW. Dünne Negative gehen imho am Scanner einfacher als in der DuKa, SW-Filme mit klarem Träger und unmaskierte Farbfilme sind auch besser und einfacher zu scannen als die "normalen" Filme. Scannen ist ebenso eine Erfahrungssache wie die Arbeit in der Dunkelkammer und nicht ganz so trivial wie es die Hersteller von Hard- und Software darstellen.

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Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Orginale.
Pablo Picasso


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 15.07.2015, 14:54 
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Man muss ja auch in der Dunkelkammer meist ein bisschen rumprobieren, gerade (auch) bei Gradationswandelpapier. Das man beim Scan nachbearbeiten muss ist ganz normal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 16.07.2015, 01:49 

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ich persönlich mag scannen sehr,
letzlich dürfte auch ein normaler büroscanner gut funktionieren.

Wenn du nur Schwarz Weiß magst (abzüge sind ja irgendwie nie "nur schwarz weiß sondern mal eher blau, grün rötlich oder oder oder), könntest du direkt in sw scannen,
ansonsten sind die drei Pipetten gute Helfer (schwarz für dunkelsten, grau für grau/farbabgleich und weiß für weißpunkt).


Ich nutze meistens einen A3 scanner (epson 1000xl oderso, dann passt die Graukarte noch gut mit drauf auch bei etwas größeren sachen.
Dateianhang:
example.jpg
example.jpg [ 28.43 KiB | 8276-mal betrachtet ]


Und so kann man dann auch mit der Weißpipette ganz leicht aus dem Chamois-Papier ein ganz "normales" machen..
Dateianhang:
01.jpg
01.jpg [ 29.7 KiB | 8276-mal betrachtet ]



in gimp unter "Farbwerte anpassen" oderso.


Und dann halt je nach Druckart unterschiedlich optimieren (weiß nicht ganz weiß, schwarz nicht ganz schwarz).
Für den Bildschirm würde ich SW Abzüge sicherlich in SW scannen bzw beim fotografieren dann in ein Schwarz Weiß Profil umwandeln.


noch ein ausschnitt (100%, nicht geschärft, müsste man bei 100% wohl noch)


Dateianhänge:
ausschnitt1.jpg
ausschnitt1.jpg [ 68.95 KiB | 8276-mal betrachtet ]

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#173
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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 16.07.2015, 01:54 

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vom abzug scannen sieht oft sehr anders aus als vom negativ,
es überlagern sich ja letzlich zwei körnungen (papierkörnung und negativkörnung)

Fotografieren erfordert wahrscheinlich mehr Nachbearbeitung oder mehr vorbereitung und das Licht im Raum nimmt einfluss auf die Farbigkeit während das Licht vom scanner immer gleich ist.
Aber natürlich ab Abzügen die größer sind (buchscanner gibts noch in Bibliotheken manchmal, das funktioniert auch gut, maximal oft A2, ist aber eher fotografieren, wenig einstellungsmöglichkeiten).

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#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 11.12.2015, 13:32 
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Hallo dino,
also ich kann dir nur sagen wie ich es immer mache: Mit dem Scanner meines A3 Fotodruckers, Canon Pixma MX925. Kostet um die 120 Euro, lohnt sich auf jeden Fall :) Du solltest dann mind. 300 dpi einstellen, das ist die Auflösung für den Fotobuchdruck. Geht das bei dem Bürodrucker?

Um später noch evtl. Platz für Ausschnittsvergrößerungen zu haben, nehme ich sogar manchmal die höchstmögliche Auflösung, je nachdem wieviel Zeit ich habe, dauert halt dann länger bis es eingescannt ist. Wenn das mit dem Fotobuch mal schneller gehen soll, würde ich es an deiner Stelle auf https://de.whitewall.com/ drucken lassen, da kannst du die Bilder dann hochladen und hast eine eigene Bilderverwaltung - da nervt mich Gimp z.B. immer.

Zu meiner Technik beim Abfotografieren:

Um später noch evtl. Platz für Ausschnittsvergrößerungen zu haben, nehme ich sogar manchmal die höchstmögliche Auflösung, je nachdem wieviel Zeit ich habe, dauert halt dann länger.

Zum Abfotografieren würde an deiner so viele Lichtquellen nehmen wie möglich (ich nehme mind. vier zur Hilfe) und leuchte die Bilder dann von allen Seiten in einem Winkel von 45 Grad oder kleiner aus.

Um die Schattenfreiheit zu gewährleisten, kannst du auch ein zu einem Dach gefaltetes Blatt auf das Foto stellen, prüfen ob das Licht gleichmäßig einfällt und die Leuchten gegebenenfalls verstellen.

Zu deinem Farbstichproblem: Haben die eingesetzten Leuchten keine Tageslichttemperatur, muss der Weißabgleich manuell eingestellt werden, damit die Farben korrekt wiedergegeben werden. Da hast du schon recht, das ist dann Feinstarbeit und auch ein bisschen Glückssache. Einfach weiter rumprobieren, viel Glück ;)

Viele Grüße,
Marco

_________________
Fotografie ist trotz aller Technik gute Bilder zu machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Digitalisieren für Anfänger
BeitragVerfasst: 14.01.2016, 17:39 
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Registriert: 30.04.2010, 10:52
Beiträge: 285
Über das Einscannen von Prints verschenkst Du ein Großteil der auf dem Film
gespeicherten Informationen - es ist also nicht wirklich ratsam.
Falls es sich um eine einmalige Angelegenheit handelt bring die Negative
zu einem DTP Service oder Fachlabor.

Hybride arbeite ich grundsätzlich über das Einscannen der Negative
(35mm Filmscanner) und anschließender Bearbeitung in Photoshop.

Farbkorrektur, unscharf maskieren, ausflecken - fertig !

Als Weihnachtsgeschenk habe ich ein mit Kodak Tri-X 400
gemachtes Bild auf 60x80cm ausbelichten lassen.
Körnig aber möglich und das reicht für ein Fotobuch allemal !


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