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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 00:42 
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moviemaniac hat geschrieben:
Bin ich eigentlich der einzige, der es ziemlich pervers findet, wie aktuell so viele digitale Fotokünstler dem "analogen Look" hinterherlaufen? Da wird alles unternommen um Filmkorn möglichst realistisch zu simulieren oder ein Digitalbild erscheinen zu lassen als wäre es mit einem bestimmten Filmstock fotografiert worden...
Einerseits werden die digitalen Möglichkeiten bejubelt um auf der anderen Seite dem hinterherzulaufen, und kopieren (nein, nachahmen) zu wollen was analoge Fotografie ausmacht...


Da muß man unterscheiden zwischen:

-einem allgemeinen Retrotrend, der sich nicht auf die Fotografie beschränkt (Hipstanatic, Mini, Fiat 500)
-der Möglichkeit, einer digitalen Aufnahem die klinische Kälte zu nehmen

und schließlich dem, was beim Kunden des Fotografen ankommt und gewünscht wird. Perverser als ein Iphone-Dock an einem HighEnd-Röhrenverstärker ist es auf jeden Fall nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 00:53 
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Hipstanatic sagt mir nichts, aber bei Fiat 500 und Mini ist jedem Deppen klar, dass es sich hier um moderne Kopien handelt, die etwas völlig eigenständiges (auch im Design) sind. Was anderes wäre es, wenn mit modernen Fertigungsmethoden (mehr oder minder) exakte Replikate der alten Vehikel angefertigt würden, das würde dann dem Vergleich schon eher entsprechen, was hier mit dem "analogen Look" erreicht werden will. Man will nicht analog arbeiten, aber es soll so aussehen als ob. Wie die Rolex-Uhren aus den Spam-Mails für 9,99 ;)
Aber gut, jedem so, wie es ihm Spaß macht. Für mich ist der Versuch, einer Digitalaufnahme die klinische Kälte zu nehmen, aber eher ein Herumpfuschen an den Symptomen als eine eingehende Analyse der Ursache des (empfundenen) Problems/Mangels.
Bei Auftragsarbeiten kann es natürlich wieder anders sein. Wenn gewisse Hochzeitsbilder aus ästhetischen Gründen in s/w oder Sepia gewünscht werden - nichts spricht dagegen, die Bilder so nachzubearbeiten und wie gewünscht abzuliefern. Von diesen professionellen Aufgaben spreche ich nicht. Mir gehts eher um die Amateure, die eigentlich das Aussehen von analog haben wollen, aber krampfhaft mit viel Geld versuchen, diesen Look mit digitalen Mitteln nachzuahmen. Aber gut, jedem das Seine. Vielleicht wird es manchem ja dann doch mal zu bunt, immer nur nachzuahmen und er probiert mal wieder das "Original" ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 09:09 
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moviemaniac hat geschrieben:
Auch, wenn ich mir ansehe, was Pigmentdrucker und -tinte nebst Papieren so kosten.... um das Geld kann ich viel Material in der Duka verpulvern und dabei sogar noch was über die unterschiedlichen Materialien und Techniken lernen.


Von den Anschaffungskosten abgesehen (ein guter Kienzle mit Splitgrade kostet auch um die 2000,- Euro), sehen die Verbrauchspreise leider gegenwärtig anders aus als viele denken. Analoges Material ist in den vergangenen drei Jahren empfindlich teurer geworden. Hier eine eigene Kalkulation, die vollständige Material und Energiekosten beinhaltet (Papier, Chemie, Tinte, Ab-/Frischwasser, Strom etc., ohne Arbeitszeit):

1 Print der Größe 24x30 Baryt aus dem Labor (Variotone Premium): 1,76€

1 Print der Größe A4 aus dem Epson R2880: 2,17€
1 Print der Größe A4 aus dem Epson R3880: 1,74€
1 Print der Größe A4 aus dem Epson R4900: 1,54€

Und bevor der Einwand kommt das ein Labor samt Material über ebay viel viel günstiger (billiger?) zu beziehen ist, der sollte darüber nachdenken das keine Sau mehr an diesem kauf verdient und damit irgendwann der Quell frischer Materialien versiegt. Dann kann die Laborarbeit soviel Spaß machen wie sie möchte, es nützt keinem mehr was....

So sehr ich selbst die analoge Arbeit und das Produkt daraus liebe, so muss ich auch zugeben das ein digitaler Print in nur noch einer Eigenschaft vom analogen Pendant zu unterscheiden ist. Das ist der Glanzfaktor auf Hochglanzmedien, der je nach Tintendichte unterschiedlich ausfällt.

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Gruß Jörg
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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 09:40 
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Wow, da haben sich die Preise für die digitalen Ausdrucke aber massiv verbilligt, ich hatte da noch Überschlagskosten von über 3€ im Kopf.
Dass digitale Ausdrucke an der Qualität an analoges Material herankommen können bzw. beide qualitativ gleichwertig sein können, will ich heutzutage niemandem in Abrede stellen. Aber dennoch sind beide etwas grundverschiedenes, von der Entstehung weg.

Was die Laborkosten anbelangt: So Dinge wie Schalen etc. kann ich auch neu kaufen, da besteht kaum ein Unterschied im Preis. Einen Vergrößerer bekomme ich neu zum Preis des Druckers (wenn ich nicht gerade A4 oder A3 als Preisreferenz verwende).
An gebrauchten Geräten verdient niemand mehr, da magst du recht haben. Aber die Rechnung geht nicht ganz auf. Hätte ich meine Laborausrüstung nicht günstig gebraucht bekommen, ich hätte nie damit begonnen, dann würden Papier- Chemie- und Filmhersteller kein Geld bekommen. So habe ich günstig reinschnuppern können. Wer weiß, eines Tages fällt mir eine günstige MF in die Hände und mich packt das Fieber - dann wird ein neuer Vergrößerer angeschafft werden, da mein derzeitiger nur 135 packt. Dann machen die Firmen auch mal Geld - hätte ich nicht günstig reinschnuppern können, gäbs gar kein Geld von mir. Ich glaube auch nicht, dass ich damit ein Einzelfall bin, Gebrauchtgeräte sind immer eine gute Einstiegsdroge, wenn dann Wünsche erwachsen und sich der Wille festigt, dann kommen auch Neuanschaffungen hinzu.
Das einzige, womit niemand aus der Analogsparte etwas verdient, ist, wenn man dem "Look" hinterherläuft. Anstatt den Portra 400 digital zu emulieren besser den Analogfilm kaufen - dann gibt es ihn auch morgen noch, anstatt morgen einen Film zu emulieren, den es nicht mehr gibt, weil ihn viele, die das Aussehen mochten, digital nachgebastelt haben. Denn eines ist klar: Wer 250$ für eine Software bezahlt, für den ist das keine Gagsoftware für die Geburtstagskarte der Schwiegermutter.

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 10:25 
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Jörg Bergs hat geschrieben:
Hier eine eigene Kalkulation, die vollständige Material und Energiekosten beinhaltet (Papier, Chemie, Tinte, Ab-/Frischwasser, Strom etc., ohne Arbeitszeit):

1 Print der Größe 24x30 Baryt aus dem Labor (Variotone Premium): 1,76€


Ist das inkl. Fixkosten (Abschreibungen auf Laboreinrichtung, Anteilige Mietkosten), wenn ja, wie viele Prints/Jahr liegen der Berechnung zugrunde, und inkl. Material für Testprints?

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 12:18 
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Zitat:
Bin ich eigentlich der einzige, der es ziemlich pervers findet, wie aktuell so viele digitale Fotokünstler dem "analogen Look" hinterherlaufen?


Nein, da bist du nicht der einzige. Du musst dir da aber auch keine Sorgen machen, echt bleibt echt, das ändert sich nie - und genau dieses Nachlaufen nach dem analogen Look können wir nutzen. Die analoge Nische ist ziemlich stark und sie kommt gut beim Publikum an. Gerade in Österreich ist die analoge Fotografie seit den letzten paar Jahren stark im Kommen und es gibt eine ziemlich aktive Szene.

Was die digitalen Sachen anlangt, hat glaube ich Robert Skarka (?) zu einem Journalisten gesagt, nachdem dieser über die Entwicklung der digitalen Fotografie gefragt hatte: "es is uns einfach wurscht" - und das trifft es für mich auf den Punkt. Ich respektiere die digitale Fotografie, man kann damit tolle Fotos machen, ich hab auch schon einiges an digitalen Fotos gemacht, aber mich lässt die digitale Arbeitsweise emotional einfach kalt - daher ist mir die technische Entwicklung und die Preise in der Digitalfotografie und alles was damit zusammenhängt eigentlich ziemlich wurscht. Den inneren Widerstand habe ich schon gespürt, als die ersten Digitalkameras auf den Markt kamen.

Dieses Gefühl haben viele, was wir als VFDKVler tun müssen ist den Leuten zu zeigen, dass es die analoge Fotografie als Alternative gibt. Klingt blöd, aber viele glauben ja, die gibt es nicht mehr. Dabei sind gerade junge Leute, die schon mit der digitalen Fotografie groß geworden sind und sich damit beschäftigen, sehr anfällig für die analoge Fotografie ;-) Dass bei den Analogtreffen in Wien auch ausdrücklich Leute eingeladen sind, die digital oder überhaupt nicht fotografieren, ist nicht nur deshalb, weil das auch Menschen sind :mrgreen: , sondern auch deswegen, weil viele genau über diese Schiene zur analogen Fotografie kommen. Da gibts eine ganze Menge und viele Posten in keinem Forum.

Und wenn wir von kommerzieller Fotografie und den Kosten reden: Ich bin letzte Woche aus beruflichen Gründen mit einem Gerichtssachverständigen für Fotografie zusammengekommen, mit dem ich mich dann längere Zeit unterhalten habe ;-) Selbst fotografiert er nur mehr digital, schon seit Jahren, aber er hat mir gesagt, dass die kommerzielle Fotografie nicht unbedingt aus Kostengründen digital ist, die Gründe sind andere. Die Kosten für die Ausrüstung, die ständige Erneuerung der Aurüstung, die Sicherung der Bilddaten, kaputtgehende Elektronik usw. sind insgesamt gesehen derart hoch, dass es zu keiner Kostenersparnis kommt (wobei es natürlich auf das Genre ankommt, in dem man tätig ist). Seine Ansicht war, dass es rein von den technischen Daten her gesehen sicherlich so ist, dass die digitale Fotografie die analoge übertroffen hat, wenn man jetzt vom Stand der Technik ausgeht, nur ist der tatsächliche Gebrauchtswert dieser Technik praktisch Null, es kommen keine besseren Fotos heraus, aber man benötigt alle paar Jahre eine neue teure Ausrüstung, um das alles rechnen zu können. Das fängt bei der Kamera an, beim dazu passenden Objektiv und geht dann weiter über teure Software und neuen Rechner usw. Seiner Ansicht nach wird sich die analoge Fotografie auch in der kommerziellen Fotografie als Nische daher halten, wenn man darauf achtet, dass das Angebot an Film und Labors nicht versiegt.

Und auch in der kommerziellen Fotografie gibt es ein paar Querköpfe, die Gegentrends nutzen. So gibt es Werbe- bzw. Produktfotografen, die bewusst statt digital, weiterhin GF-Dias machen. Erstens arbeiten sie mit der analogen Kamera lieber und zweitens setzen sie auf den Effekt, wenn man dann dem Zuständigen Marketinghansel statt einer Datei, ein Dia auf dem Leuchtpult zeigt - der Wow-Effekt funktioniert auch da.

lg Thomas

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VFDKV #252


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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 14:00 
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Aha die Urschleimdiskussion!
Ich verstehe nach wie vor nicht, was das alles bringen soll??? Die Digitalen reden sich ein das sowieso analog nur mehr veraltete Technik da ist, die Analogen sind bemüht den Digitalen einzureden das dies die „bessere“ Technik ist und auch das bessere Ergebnis liefert……
Persönlich halte ich das alles für völlig überbewertet, denn alles was hier an Bildern zusehen ist, im ach so analogen Forum ist letztendlich digital, tut mir leid wenn ich das jetzt so hart formulieren muss. Ob jetzt ein Sensor das Bild liefert oder ein Film, um dann wieder auf dem Sensorweg digitalisiert zu werden ist „wurscht“.
Genaugenommen ob nach unserem persönlichen Ableben 5 Bananenkisten mit Negativen und Dias entsorgt werden oder 10 Festplatten ist ebenso egal (die Volumina ist kleiner!)
Wichtig ist das überhaupt so ein Kasten (Kamera) in die Hand genommen wird um zu dokumentieren, um festzuhalten was einem wichtig erscheint – es gibt genug Zeitdokumente die einfach überleben.
Für mich persönlich geht es um der Freude und dem Spaß den ich habe wenn ich ein gelungenes Foto in den Händen halte! Klar ist mir das lieber wenn die Technik analog ist, denn ich photographiere auch schon runde 35 Jahre damit, während ich seit 10 Jahren digital nebenher knipse.
Klar ist auch das sich viele Jugendliche für die analoge Technik interessieren, denn wer hat schon mit 16 Jahren das Geld sich eine € 3000,-- Digiknipse zu leisten, die auch imstande ist eine annähernde gute Qualität zur analogen zu liefern. Die analoge Spitzentechnik in Form einer High End Nikon kostet dann eben maximal ein Zwanzigstel der Digi.
Ich stehe nach wie vor zur analogen Technik und dem damit verbundenen Prozedere, aber manche Sachen sind mit der Digitalknipse einfach besser zu handeln. Klar was Haltbarkeit anbelangt ist analog entschieden im Vorteil, aber wenn man es richtig macht mit der Sicherung, ist digital auch schon einigermaßen soweit.
Man sollte eben die pauschal Verurteilung von den Systemen nicht machen und jeder sollte das tun und machen können was ihm/ihr Freude bereitet!
Am besten wäre es sowieso zu jeder digitalen Knipse eine analoge Knipse verpflichtet zu verkaufen um die Entscheidung dem/der Käufer/in zu überlassen….hätten alle was davon
lg

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 15:06 
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sissdem hat geschrieben:
Aha die Urschleimdiskussion!
Ich verstehe nach wie vor nicht, was das alles bringen soll??? Die Digitalen reden sich ein das sowieso analog nur mehr veraltete Technik da ist, die Analogen sind bemüht den Digitalen einzureden das dies die „bessere“ Technik ist und auch das bessere Ergebnis liefert……lg


Nein also das hat hier eigentlich niemand gesagt...... und besser ist hier weder das eine noch das andere.

Es widerspricht aber meiner Erfahrung, was du schreibst, jedenfalls bei uns hier, was die Digitalfotografen anlangt. Vor fünf Jahren war es tatsächlich noch so, dass man als analoger belächelt wurde. Heute ist das meiner Erfahrung nach überhaupt nicht mehr so, eher im Gegenteil. Bei jüngeren Digitalfotografen, auch solche die eine sehr gute Ausrüstung haben, treffe ich auf großes Interesse und bei den älteren mittlerweile sehr oft auf eine Mischung aus Achtung und Wehmut. Vor drei Wochen bin ich mit einem Berufsfotografen zusammen gewesen, dem sind beim Auslösegeräusch meiner F1 fast die Tränen gekommen ;-) - um mir dann zu sagen: Wenn ich nur könnte wie ich wollte, würde ich sofort wieder die FM2 auspacken....

Alles im Prinzip rein emotional und das ist auch gut so :)

lg Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 17:48 
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hello
versteh ich auch so und nochmals ich fotografiere schon aus nostalgischen Gründen gerne analog, bin eben ein hoffnungsloser Romantiker mit Realitätssinn :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 21:41 
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Frank S0M0GYI hat geschrieben:
Jörg Bergs hat geschrieben:
Hier eine eigene Kalkulation, die vollständige Material und Energiekosten beinhaltet (Papier, Chemie, Tinte, Ab-/Frischwasser, Strom etc., ohne Arbeitszeit):

1 Print der Größe 24x30 Baryt aus dem Labor (Variotone Premium): 1,76€


Ist das inkl. Fixkosten (Abschreibungen auf Laboreinrichtung, Anteilige Mietkosten), wenn ja, wie viele Prints/Jahr liegen der Berechnung zugrunde, und inkl. Material für Testprints?


Hi Frank,

in dieser Berechnung sind Abschreibungen drin, anteilige Mietkosten jedoch nicht weil keine existieren. Ich benutze die Waschküche als Labor im Eigenheim. Ich könnte die Heizkosten für den m² noch umlegen, was ich allerdings nicht mache. Für die paar Stunden abends rechne ich diesen Preis nicht runter auf ein Blatt Papier.

Ich weiß wieviele Prints ich pro Liter Chemie entwickeln/fixieren kann. Das lässt sich dann recht simpel aufs Blatt umlegen. Meine Materialkalkulation ist somit hinreichend genau. Lediglich die Arbeitszeit fehlt.

Beim Preis ist die Schachtel Papier ohne Mengenrabatt zugrunde gelegt. Die Kalkulation stammt aus dem November, jetzt müssten die Preise wieder nach oben korrigiert werden.

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Gruß Jörg
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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 21:46 
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PS: Kosten pro Blatt Papier, quasi der fertige Print. Der Probestreifen ist darin nicht enthalten. Beim Splitgrade ist dieser technisch fast nie von nöten. Falls du die Kosten inkl. 1-2 Probestreifen haben möchtest, kannst du das Papier ja teilen und anteilsmäßig verrechnen :)

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 17.03.2012, 00:22 

Registriert: 18.03.2010, 22:59
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Hallo,

Also meine Erfahrungen sind dazu folgende.
Da ich selbst Dozent bin, merke ich auch bei meinen Schülern Begeisterung für analoge Fotografie weil das mal was anderes ist und nicht mit PC zu tun hat.
Die Kosten für digitale Fotografie sind nicht niedriger als bei analog wenn man neben den hier aufgeführten Dingen auch die Kosten für die regelmäßige Datensicherung auf neueste Datenträger bedenkt. Klar sind heutige Digitalkameras bei den ISO Zahlen im Vorteil.
Aber Fotografieren heißt nun mal "schreiben mit Licht" und damit braucht es Licht, um zu gestalten.
Die digitale Technik lebt vom Hipe, dem Drang nach Neuem. Heute kam die Meldung daß Leute für ein neues I Pad 3 sich tagelang anstellen, für mich sind die irre. Wochen oder Monate später haben das andere auch und ich kann damit nicht mehr angeben und nach ein oder zwei Jahren ist es Schnee von gestern.
Was den Profbereich anbetrifft so spielt da auch der Hipe einiger Leute eine Rolle.
Man hält sich eben für obercool wenn digital aufgenommen wird. Da gibt es Redakteure die sich lieber stundenlang durch mittelmäßige Serienaufnahmen quälen um die 3000 Stück, als sich 300 gelungene Analoge Aufnahmen anzuschauen.
Die Kundschaft spielt da auch eine Rolle. Die finden es natürlich oberg.... wenn mit besonderem Equipment gearbeitet wird.
Nur ein Beispiel. Ein Kunde fand es toll wenn sein Auftrag mit einer besonderen digitalen Kamera eines bestimmten Herstellers erledigt wird. Das Team war klever und hat so eine Kamera einfach als Dummy hingestellt und die Aufnahmen mit einem anderen Gerät gemacht. Der Kunde war zufrieden und hat das nie bemerkt. Es wird viel zu viel Schaum geschlagen.

Gruß Matze


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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 17.03.2012, 11:37 
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otti61 hat geschrieben:
Das Team war klever und hat so eine Kamera einfach als Dummy hingestellt und die Aufnahmen mit einem anderen Gerät gemacht. Der Kunde war zufrieden und hat das nie bemerkt. Es wird viel zu viel Schaum geschlagen.

Gruß Matze


Das ist cool :lol: :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 17.03.2012, 12:04 
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so können die Meinungen auseinanderdriften...
ich denke analoges ehem. Profiequipment ist heutzutage mehr oder weniger für einen Pappenstiel zu bekommen, alle renommierten Hersteller haben das Bajonett übernommen von früher und es kann sowohl als auch am analogen/digitalen Apparat verwendet werden und das macht es für Jugendliche interessant.
Es ist auch die Tatsache ausschlaggebend nicht ein 4x6cm großes Display vom i--irgendwas zu betrachten, sondern auch einmal ein 9x13 "Chemiephoto" in den Fingern zu haben.
Außerdem ist der Spass und Überraschungseffekt nicht außer acht zu lassen, eben nicht die sofortige Kontrolle vom Foto sondern einige Tage warten und sich überraschen lassen. Dies erfordert natürlich auch den entschleunigten Umgang mit dem Basismaterial was den ohnehin hektischen Zeiten heutzutage entgegenwirkt.(Überraschungseiereffekt!)
lg

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 Betreff des Beitrags: Re: SW-Abzug oder Photoshop?
BeitragVerfasst: 17.03.2012, 23:52 
otti61 hat geschrieben:
Was den Profbereich anbetrifft so spielt da auch der Hipe einiger Leute eine Rolle.
Man hält sich eben für obercool wenn digital aufgenommen wird.

Nee Otti, ich glaub da hängste jetzt 10 Jahre hinterher :mrgreen:
Digital ist heute STANDARD, egal ob Amateur oder Profi. Mit obercool hat das schon gaanz lange nicht mehr zu tun.
Und auch wenn viele Profis beteuern, sie würden digital nur der Kundschaft wegen machen; ICH glaube, kaum einer von denen würde wieder zurückgehen wollen. Dafür haben die sich doch schon viel zu sehr an den Luxus der sofortigen Bildkontrolle und der Möglichkeit tausender kostenloser Nachschüsse gewöhnt. Wenn ich mir überlege, daß mancher "Profi" an EINEM EINZIGEN TAG bei irgendwelchen "Shootings" doppelt oder dreifach soviel Auslösungen hat, wie ich in den gesamten nun bald 13 Jahren, in denen ich ne Kamera habe, kann ich nur den Kopf schütteln. Fotografie als Glücksspiel. Nein Danke! Ich halte es da eher mit "Mr. Rollei".

Don't overshoot! :wink: :

http://www.youtube.com/watch?v=5V2VqUMqH-8


otti61 hat geschrieben:
Es wird viel zu viel Schaum geschlagen.

Dem ist allerdings nicht hinzuzufügen :mrgreen:


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