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 Betreff des Beitrags: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 16:00 
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Nun ist's passiert, Vergrößerer sind montiert, die Brühen angesetzt und die ersten beiden 9x12 Negative sind vergrößert, mit der Streifenmethode habe ich die Belichtungszeit ausgetestet.

Ich habe einen JOBO Comparator 2, den ich auch wieder in Betrieb nehmen möchte, bloß finde ich ums Verplatzen nicht die Anleitung. Und irgendwie bin ich zu dämlich, daß so auszubaldowern. Der letzte Gebrauch ist auch schon so lange her, daß ich nicht der blassesten Ahnung blauen Dämmerdunstes habe.

Für Tips/Links/Scans wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Andreas

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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 17:30 

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Ich kann Dir da leider nicht weiterhelfen, fände es aber überlegenswert, ob der Umgang mit solch alten "Messgeräten" die Duka-Arbeit nicht eher erschwert denn erleichtert. Mir ging es jedenfalls so...

Aber:
""die ersten beiden 9x12 Negative sind vergrößert""

Fantastisch ! Und nicht nur erzählen - zeigen :-)

""mit der Streifenmethode habe ich die Belichtungszeit ausgetestet.""

Wirst Du noch berichten?

VG,
Ritchie
PS: hatte auch gestern einen "Grosseinsatz" mit 12 Planfilmen (3 Typen), und 2 Entwicklern; heute wird mit dem Vergrössern der Amaryllis angefangen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 18:28 
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Hallo Ritchie,

das erste Negativ war ein Portrait meiner Frau, die möchte hier nicht erscheinen :-D aber Du kannst sie wohl auf der nächsten VFDKV-Ausstellung kennenlernen.

Das andere ist eins vom Urlaub im Frühjahr (Kodak T-MAX 100, Linhof Technika III, Angulon 6,3/90), da hats das Papier abgehoben, deshalb die Klebefrage nebenan und die doppelten Zweige links oben.

Das Papier dürfte ein AGFA Brovira extra hart, 24x30 sein; das kam in einem ersteigerten Konvolut ohne Karton nur im schwarzen Papier mit. War auch ein Versuch, ob das Papier noch geht. Mein alter Papierentwickler, obwohl noch versiegelt, ging nicht mehr :-(

An der Verdunklung muß ich noch feilen. Ich hab einen Karton ins Fenster gestellt, wenns dunkel ist, reicht das, tags kommt an den Rändern Licht durch. Aber jedenfalls hat der 13x18 Vergrößerer von eBay zumindest seinen Funktionstest bestanden! :-D

Ich hab noch ein Blatt Ilford M2.44 in 30x40, da zieh ich den Baum nochmal ab, aufs Korn scharfgestellt habe ich schon :-D (hoffentlich)

Achso, Objektiv Rodagon 1:5,6/210mm

Viele Grüße
Andreas


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Zuletzt geändert von AndreasJB am 08.02.2016, 18:54, insgesamt 2-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 18:32 
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Nachtrag @Ritchie:

Altes Messgerät ja, aber erstens will ich wissen, ob das Ding es noch tut oder in den Elektroschrott geht und zweitens ist das wenigstens ein Anhaltspunkt in Sachen Belichtung. Die Brovira-Zeiten von 30 (?) Jahre altem Papier werde ich nicht übertragen können.

Ich habe aber noch 2 Päckchen Ilford M3.44 und M4.44, da müssen die halt für die Streifen herhalten, ich will ja das eine große Blatt nicht kleiner schnippeln. Und auch nicht versauen...

Das Wichtigste ist sowieso:

ICH HAB NE DUKA!!! Jipppiieeh! :-D

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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 20:42 
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Hallo Andreas,
ich habe zwar nur den "normalen" Comparator von Jobo, den ich seit gut 30 Jahren nicht mehr benutzt habe, die Wirkungsweise ist aber wohl mit deinem Gerät identisch.

Ableich der Messungen über eine Lichtwaage, zwei Leuchdioden.

Zuerst mußt du das Gerät eineichen. Dazu stellst du eine korrekt belichteteVergrößerung her und notierst die Belichtungszeit und Gradation des Papieres.
Die Blende und der Vergrößerungsmaßstab bleiben jetzt unverändert. Die Meßzelle legst du nun unter die hellste Stelle des Negativs und verstellt mit der "Strichmarke", Zeiger der über beide Scalen ragt, soweit bis die Lichtwaage gleichmäßig leuchtet. Die Strichmarke nicht mehr verstellen und die Belichtungszeit deiner Vergrößerung unter die Strichmarke stellen. Damit ist das Gerät auf die für deine Vergrößerung verwendetet Papiersorte geeicht. Leitzahl (äußere Scale) und Zeit die dieser Leitzahl gegenüberliegt auf Papierpackung notieren.

Anstelle der hellsten Partie eines negativs kannst du einen mittleren Grauwert (evtl. Hautton) als Meßpunkt wählen.

Mit diesen Einstellungen kannst du nun bei anderen Negativen die Belichtungszeit oder auch eine andere Blende ermitteln, einmal durch drehen der Zeitskala oder durch verändern der Blende am Vergrößerungsobjektiv.

Bei meinem Gerät war allerdings die Genauigkeit der Lichtwaage nicht so gut, deshalb bin ich bei der Probestreifenmethode geblieben; obwohl ich in der Zwischenzeit durchaus genauere Meßgeräte habe.

Die Papiergradation läßt sich durch messen der hellsten und dunkelsten Stelle des Negativs ermitteln. Jeweils durch drehen der Strichmarke den Wert (äußere Scala) ermitteln und dann die Differenz beider Werte.

Extraweich 0 Differenz über 14
Spezial(weich) 12-14
Normal 2 10-12
Hart 3 8-10
Extrahart 4 6-8
Ultrahart 5 unter 6


bei PE Papieren
Weich 12-14
Normal 9-12
Hart 7-9
Extrahart 5-7
Ultrahart 4-5

So, oder ähnlich, müßte auch der Comparator 2 funktionieren.



Grüße aus dem Münsterland
Martin

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"Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigal".


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 21:23 

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AndreasJB hat geschrieben:

Ich hab noch ein Blatt Ilford M2.44 in 30x40


Mensch, sag doch was, ich schick Dir gerne noch ein Blatt Papier :-)

""ICH HAB NE DUKA!!! Jipppiieeh! :-D""

Ja, genau - es ist soo geil :-)

""zweitens ist das wenigstens ein Anhaltspunkt in Sachen Belichtung. ""

Seit ich meine Grundbelichtungszeit, also die Zeit in der maximal schwarz erscheint, ermittelt habe, kann ich mich in Ruhe ausschliesslich um die Lichter kümmern und muss nicht mehr "rumrudern".
Mit dem Messgerät widerum habe ich nur "rumgeeiert", das hatte vorne und hinten nicht hin.
Kein Wunder, sollte man das Ding doch tatsächlich für jedes Papier, und sogar - ganz wichtig - auch noch für jede Gradation eintesten. Steht leider nirgends, das wird scheinbar verheimlicht :-)

Also nee, nix für mich, mir reicht die Kenntnis der Grundbelichtung. Allerdings auch für jede mir wichtige Gradation.
So macht eben jeder seins...

""das erste Negativ war ein Portrait meiner Frau, die möchte hier nicht erscheinen""

Versteh..

"" aber Du kannst sie wohl auf der nächsten VFDKV-Ausstellung kennenlernen""

Ich besuche keine Ausstellungen, wo der Veranstalter vollmundig Dinge ankündigt, die es dann nicht zu sehen gibt, und einem dann auch noch rotzfrech ein "Pech gehabt" hingeschmettert wird. Das muss ich ganz deutlich so sagen, ich war schlicht entsetzt.
Aber Ende Mai/Anfang Juni richte ich wieder ein berlinnahes, gemütliches GF-Treffen aus, vielleicht dort??

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 22:00 
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Hallo Martin,

vielen Dank für Deine Mühe und die ausführliche Antwort. Bei dem C.-2 gibts das Zeitenrad, die "Waage" mit den Zahlen 1-7 tja und noch Zahlen von 1-5, vermutlich sind das die Gradationen? Oben kann man noch int(egral)--sel(ektiv) und rechts 0-1 für aus-an wählen.

Unter den 1--5 sind wohl LEDs. So recht kann ich Deine ausführliche Beschreibung nicht übertragen.

Viele Grüße
Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 22:02 
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@Richie:

So, die beiden Papiere waren so unterschiedlich, der große Abzug ist mindestens 2 Blenden heller als mein Probestreifen buhuhuhuuuuuu! ;-(

Viele Grüße
Andreas

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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 08.02.2016, 22:05 
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Ritchie hat geschrieben:
Ich besuche keine Ausstellungen, wo der Veranstalter vollmundig Dinge ankündigt, die es dann nicht zu sehen gibt, und einem dann auch noch rotzfrech ein "Pech gehabt" hingeschmettert wird.


Naja, *der* Veranstalter ist ein(e) Freiwillig(er/e) aus unserem Kreis und die Lieferanten der Bilder sind auch wieder nur wir. Du kannst ankündigen, was Du willst, wenn der Lieferant nicht liefert....

Viele Grüße
Andreas

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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 09.02.2016, 00:39 

Registriert: 01.12.2015, 16:49
Beiträge: 187
AndreasJB hat geschrieben:
@Richie:

So, die beiden Papiere waren so unterschiedlich, der große Abzug ist mindestens 2 Blenden heller als mein Probestreifen buhuhuhuuuuuu! ;-(



Im Ernstfall, wenn Du mal wieder an ein Blatt Papier gerätst, hihi :-), einfach etwas dunkler abziehen und die Lichter mit Farmerschem Abschwächer wieder aufhellen ( würde ich irgendwann auf jeden Fall mal experimentell angehen, das gibt rembrandtsche Wirkung!); von Hell nach Dunkel fiele mir jetzt nichts Bewegendes ein.
Doch, na klar, William Mortensens "abrasion technique"; aber da lies man besser das Buch, das wird jetzt zu komplex :-)
Etwas Umbezzo im Hintergrund aufbauen, die hellen Stellen mit einer Rasierklinge freischaben, die Pictorialisten waren einfach irre :-)

VG,
Ritchie


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 09.02.2016, 19:18 

Registriert: 01.05.2011, 09:58
Beiträge: 24
Martin Wissmann hat geschrieben:
Zuerst mußt du das Gerät eineichen.
Hallo und nichts für ungut: Eichen kann nur das Eichamt. Kalibrieren wäre hier der richtige Begriff.

Was bei Multikontrastpapier sehr wichtig ist: Das Gerät muss bei dem gleichen Multikontrastpapier für jede Gradation separat kalibriert werden! Bei Festgradationspapier ist dies freilich egal.

Auf meiner Internetseite hatte ich darüber mal einen Artikel geschrieben: http://www.silberbild.info/positiv/labo ... ngsmesser/

Gruß,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Anleitung JOBO Comparator 2
BeitragVerfasst: 09.02.2016, 21:20 
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Registriert: 11.02.2007, 11:15
Beiträge: 699
Wohnort: Dülmen
Tho hat geschrieben:
Martin Wissmann hat geschrieben:
Zuerst mußt du das Gerät eineichen.
Hallo und nichts für ungut: Eichen kann nur das Eichamt. Kalibrieren wäre hier der richtige Begriff.

Was bei Multikontrastpapier sehr wichtig ist: Das Gerät muss bei dem gleichen Multikontrastpapier für jede Gradation separat kalibriert werden! Bei Festgradationspapier ist dies freilich egal.

Auf meiner Internetseite hatte ich darüber mal einen Artikel geschrieben: http://www.silberbild.info/positiv/labo ... ngsmesser/

Gruß,
Thomas



Hallo Thomas,
nun, nenn du es wie du willst; ich zitierte hier aus der beiliegenden Bedienungsanleitung.
" Um den COMPARATOR eichen zu können, müssen zunächst von einem Motiv die Belichtungswerte bekannt sein". (Zitat Ende)
Herr Duden sagt: Kalibration...das Eichen von Meßinstrumenten.

Und an meine Meßinstrumente lass ich kein Eichamt ran :mrgreen: :mrgreen:


Grüße aus dem Münsterland

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