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 Betreff des Beitrags: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 25.08.2016, 22:34 

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Zumindest für nicht-professionelle Hobbyknipser? Okay, ich habe mich längere Zeit primär anderen Hobbys gewidmet und Filme habe ich immer aus der Kühltruhe genommen. Irgendwann wurden dann die Bestände immer weniger und ich wollte Nachschub besorgen. Miteltgroßer Schock: Fuji hat den Packfilm bereits eingestellt und im Handel wird aktuell die letzte Produktionverkauft. Hamsterkäufe haben bereits eingesetzt und die Preise haben ein Niveau erreicht, die einem das Hobby verleiden.

Beim KB-Film sieht es nicht viel besser aus. Die günstigen Hausmarken von Rossmann und DM wurden ja wohl schon vor ein paar Jahren eingestellt. Dort finde ich jetzt nur noch den Kodak Gold 200-36 und Kodak Ultramax 400-24. 400-36 gar nicht mehr. Das ist ja traurig - vor fünf Jahren konnte ich im Drogeriemarkt noch äußerst großzügig auswählen.

Mag ja sein, dass es bei speziellen Fotoläden im Web auch noch mehr Auswahl gibt, aber bei einem analogen Hobby kaufe ich meinen Kram ganz gerne auch mal analog ein. Wie seht ihr das; geht's jetzt so langsam doch aufs Ende zu bzw. wird es jetzt ein echtes Randgruppen- bzw. Insiderhobby? Seht ihr es kommen, dass man Film im Drogerie- oder Supermarkt bald gar nicht mehr bekommt, sondern nur noch im Fachgeschäft?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 25.08.2016, 23:15 
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*gähn*....
Die Diskussion ist eigentlich schon seit vielen Jahren passé.....Die Analogfotografie ist eine Nische und wird als solche auch weiterexistieren. Natürlich ist sie kein Massenphänomen mehr, das ist völlig klar

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VFDKV #252


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 25.08.2016, 23:24 

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Mir geht es darum, dass sie mittlerweile immer nischiger wird. Vor fünf Jahren war sie auch schon nischig, trotzdem hat es (meinem Empfinden nach) gerade in den letzten zwei, drei Jahren nochmal einen gewaltigen Ruck gegeben. Zum Schlechten natürlich. Wenn sich das halbwegs linear so fortsetzt, ist es in fünf Jahren keine Nische mehr, sondern schon direkt Untergrund.

Und die Einstellung des Packfilms halte ich für einen weiteren, direkten Todesstoß. Ich finde es schon extrem dramatisch, wenn alle alten Land Kameras in ein paar Jahren mangels Film nicht mehr nutzbar sind. Oder sehe ich da jetzt grundsätzlich was falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 26.08.2016, 10:59 
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Abgesehen davon, daß es noch genug Fime gibt, was brauchen wir wirklich?
Einen 100er, einen 400er, in KB, MF & GF, in Farbe & SW.

Die Einstellung des Fuji - nun ja - früher oder später wird alles gehen.
Vielleicht basteln ja schon einige an MF-Rückteilen für den Instaxfilm.

Was störts mich, ob ich in einer Nische oder im Untergrund werkel, solange es Material gibt.

Und - Film lebt solange wie wir ihn verbrauchen & je mehr wir verbrauchen umso länger wird er leben.

Nicht zuviele trübsinnige Gedanken machen, sondern den näxten Film einlegen. :wink:

Gruß: Dieter


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 26.08.2016, 12:10 

Registriert: 10.02.2013, 16:19
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Vielleicht muss ich mich an dieser Stelle doch ausführlicher erklären. Es geht mir keineswegs darum, einer obsoleten Diskussion neues Leben einzuhauchen. Zu mir: Ich bin kein Fotokünstler, Berufsfotograf und noch nicht einmal ein ambitionierter Amateur. Ich verwende einfach alte Sucherkameras im Alltag, dort wo andere Menschen heutzutage das Handy zücken. Also Schnappschüsse knipsen im Urlaub, auf Familienfeiern usw. Nebenbei gesagt verwende ich auch noch Tonbänder und CompactCassetten. Auch hier bin ich kein Toningenieur, sondern ein gewöhnlicher Alltagsanwender. Man könnte sagen, dass ich einfach einen anlogen Lebensstil pflege.

Für die Fotografie sieht das bei mir so aus: Film im Drogeriemarkt kaufen, vollknipsen, in der Drogerie abgeben, zwei Wochen warten und sich dann über die bilder freuen. So wie es unsere Eltern getan haben und wie es die heutigen Handyknipser tun würden, wenn es keine Digitalfotografie gäbe. Als Lomography den Pocketfilm neu auflegte, habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind.

Da ich mir öfter alte Kameras auf Flohmärkten oder bei ebay kaufe, wäre es auch nett, einen billigen Film zum Testen für nen schmalen Euro zu bekommen. Vor ein paar Jahren war das alles noch möglich. Heute gibt es wesentlich weniger Filme und sie sind bedeutend teurer. Meine Frage ist einfach, ob die Analogfotografie irgendwann so nischig wird, dass sie nur noch für den extrem ambitionierten Amateur und aufwärts interessant ist. Dass es also für den einfachen Knipser nicht mehr lohnt, noch analog zu fotografieren.

Und ja: Die Einstellung des Fuji FP-100C schmerzt mich ganz extrem. Ich habe mich immer wie ein kleines Kind gefreut, wenn jemand aus meinem Bekanntenkreis neue Passfotos brauchte. Da kam dann nämlich die Polaroid Mini Portrait zum Einsatz. hat man sonst ja eher selten Verwendung für. Und auch meine Polaroid Land 250 werde ich demnächst schmerzlich vermissen. Im Augenblick gibt es ja noch Filme, wenn auch für teures Geld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 26.08.2016, 15:27 

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Beiträge: 767
was es dir wert ist musst du selbst überlegen :wink:

Immerhin bist du ja hier digital unterwegs. Was spricht dagegen, nach Berlin, München oder oder oder zu fahren und dort günstig für die nächsten Zehn Jahre Film einzukaufen(vorher anrufen).
Dann sparst du dir das digitale, was der händler für dich übernimmt.
Du hast die Gefriertruhe voll.

(btw: ca. 30€ Energiekosten pro Jahr [Gefriertruhe] = 300€/100 Filme =3€ [bei Zehn Jahren] -> 3€/36 =0,08€ pro Bild). Übrigens, je billiger der Film desto teurer ist der Prozentuale Kostenanteil des Gefrierschrank-Lagerung :D

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#173


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 27.08.2016, 14:24 
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Also ok manchmal wäre es praktisch, wenn man mal schnell einen Film braucht (wobei ich hier in Steyr einen kriege, hier gibts noch so ein Gescähft). Aber prinzipiell bin ich froh, wenn ich im Internet bestellen kann und nirgendwo hinrennen muss;-)

Das einzige was mir ein bisserl abgeht sind die Kodak Diafilme. Ansonsten muss man sagen, dass Filme kaufkraftbereinigt nicht teurer sind als früher. Ich fotografiere im Übrigen auch einfache Urlaubs- und Erinnerungsfotos meistens analog.

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VFDKV #252


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 23.09.2016, 21:39 

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Trollalarm, eigentlich sollte man auf sowas garnicht antworten...

Die Verkaufszahlen von Filmen haben sich eingependelt, tw. gab es sogar Zuwächse, aber der Markt hat sich natürlich verändert und spezialisiert. Es kauft einfach niemand mehr in der Drogerie Filme, damit ist es klar, dass es dort dann keine mehr auf lager gibt. Gibt es hier übrigens schon seit Jahren nicht mehr. In Städten gibt es noch Fotoläden, die Filme haben, sonst muss man halt bestellen.

Futschi hat den Packfilm eingestellt, das ist schade, aber kein Ende.

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Nummer 71


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 24.09.2016, 08:43 
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[quote="Thomas L00S"]Also ok manchmal wäre es praktisch, wenn man mal schnell einen Film braucht (wobei ich hier in Steyr einen kriege, hier gibts noch so ein Gescähft). Aber prinzipiell bin ich froh, wenn ich im Internet bestellen kann und nirgendwo hinrennen muss;-)

Das einzige was mir ein bisserl abgeht sind die Kodak Diafilme. Ansonsten muss man sagen, dass Filme kaufkraftbereinigt nicht teurer sind als früher. Ich fotografiere im Übrigen auch einfache Urlaubs- und Erinnerungsfotos meistens analog.[/quote]

Hallo Thomas!
Welches Geschäft wo in Steyr hat noch Filme?
Falls wirklich ein GAU eintritt, nach Steyr hätt ich nicht weit.

Gruß: Dieter


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 24.09.2016, 22:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 25.09.2016, 08:36 
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[quote="Thomas L00S"]Foto Grünwald[/quote]
Ah - danke, weiß ich wo ist!


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 12.12.2016, 14:10 
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Hallo!

Ich finde besonders die ganze Fotolabor Situation mittlerweile sehr unbefriedigend. Ok, ich kann nur für die Schweiz sprechen, in Deutschland ist das Angebot sicher noch besser. Mittlerweile scheint es auch keine analogen Printer mehr zu geben. Die Labore scannen die Negative/Positive mal schlecht, mal recht und so wird das Zeugs dann auf Papier geprintet. Wozu hochauflösende Filme wenn ich nachher Pixelmatsch auf dem Print habe? Also das finde ich am schlimmsten momentan. Die Prints meiner digitalen Ricoh GR sehen mittlerweile viel besser aus als die analogen Prints. Trotzdem hänge ich irgendwie an der analogen Fotografie. Dazu kommt das E6 auf dem sinkenden Schiff ist. Ich kenne in der Schweiz nur noch ein Labor das E6 entwickelt (alle anderen schicken die Filme zu Cewe oder sind Konkurs gegangen) und das Filmsortiment schrumpft unaufhörlich. Ich gebe dem Diafilm noch höchstens 10 Jahre dann wird er wohl Geschichte sein.

Andererseits staune ich wieviele Fotos im japanischen Ricoh-Pentax Jahrbuch jeweils noch analog sind, die meisten dann 645 oder 67 Mittelformat und immer Diafilm. Aber vielleicht ist in Japan die analoge Fotografie einfach noch beliebter als bei uns.

Bei GwerderArt in Zürich liegen noch etliche Pack Fuji FP-100 Filme im Kühlschrank rum - habe ich letzte Woche gesehen und mich gewundert das die noch keiner gehamstert hat.

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"Niemand wird eure Bilder so mögen wie ihr selbst."
Diane Arbus

VFDKV #400


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 17.01.2017, 00:16 

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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 16.02.2017, 22:28 

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Wohnort: Großalmerode
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...und immer gutes Licht.
VFDKV # 232 Heinz-Wilhelm Bürks


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 Betreff des Beitrags: Re: Stirbt analog jetzt doch aus?
BeitragVerfasst: 20.04.2017, 10:06 

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Beiträge: 1
Also, hier in meiner Gegend (Großraum Köln) gibt's Filme in jedem DM oder Rossmann. Natürlich nicht mehr die große Auswahl und auch nur KB, aber immerhin i.d.R. sogar Dia und S/W.

Und was die Preise angeht: Vor einiger Zeit ist mir beim Aufräumen eine "Fotostubenzeitung" (das ist der Vorgänger des Brenner-Katalogs) von Sommer 1981 (!!!) in die Hände gefallen. Ein Paar Preisbeispiele gefällig? Also (alles natürlich in DM!):

SW-Filme: llford 135/36 4,25, 120 2,95, Kodak 135/36 5,50, 120 4,30

CN-Filme: ca. 8-12

Dia-Filme: Kodachrome (m.E.) 15,95, E6 o.E. ca. 10-15

SW-Papier: Ilford Multigrade 18x24/100 51,95 (und das war qualitativ mit dem heutigen nicht zu vergleichen!)

Iford Galerie (festgraduiertes Baryt) 18x24/100 61,75

Wenn man berücksichtigt, dass sich die Kaufkraft seitdem in etwa halbiert hat (siehe z.B. http://www.finanzen-rechner.net/inflationsrechner.php), dann haben sich die Preise (bis auf Barytpapier, das ist tatsächlich richtig teuer geworden) um etwa 10-20% erhöht. Wenn man dann noch bedenkt, dass das damals Massenprodukte waren und heute Nischenprodukte sind, kann ich eigentlich keine "Preise (...), die einem das Hobby verleiden" erkennen.


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