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 Betreff des Beitrags: Efke 100 - Einschlüsse im Träger
BeitragVerfasst: 29.04.2012, 16:01 
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Hallo zusammen,

ich habe dieses Thema aus meinem A-P Entwicklungsdosen-Thema nun ausgelöst, da es eine eigene Betrachtung wert ist - hat jemand schon mal Ähnliches festgestellt?

Schon vor zwei Wochen zeigte eine Efke-Rolle Pinhole-Defekte beim Scannen, viele hässliche Punkte. Ich schob es auf Fixierer, den ich sowohl für Positiv- als auch für Negativentwicklung benutzt hatte und verwendete gestern frisch und extra für den Negativprozess angesetzten. Wieder das gleiche - die Negative (Motive sind zarte, teils flächige Frühlingsmotive) sind übersät mit weißen Defekten beim Scannen. Auf der Emulsionsseite sind auch mit der Lupe keine Defekte erkennbar, dafür dunkle Einschlüsse in der Schicht. Ich habe mir vor ner Stunde ein Stück frischen Film aus der 30m-Spule genau angesehen: Die Trägerseite des Efke ist übersät mit unzähligen Pünktchen, wie Nadelstiche. Wasche ich das Stückchen Film unter dem Wasserhahn aus, so finde ich nebst einer nicht ganz glatten Oberfläche darin Verunreinigungen udn nach weiterem Waschen kleine feine schwarze Einschlüsse, wie ich sie schon beim entwickelten Film auch festgestellt habe. Betroffen sind sowohl fertig konfektionierte Patronen als auch die 30m-Rolle von Efke. Auch, wenn der Film günstig ist - so etwas sollte bei der Produktion nicht passieren, die Einschlüsse sind deutlich mit freiem Auge sichtbar, so etwas sollte bei der Qualitätssicherung auffallen.

Hier Links zu zwei Bildern, wo man die gröbsten Einschlüsse sieht (in der Mitte jeweils schön zu sehen). Vorgehensweise: Stückchen abgeschnitten, 10 Minuten gewässert um die farbige Schutzschicht wegzubekommen, sauber abgespült, abfotografiert.
http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/6978345316/
http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/7124428165/
Beide Bilder sind im Kontrast stark nachbearbeitet um die Einschlüsse gut sichtbar zu machen.

Und so äußern sich die Einschlüsse der vorkonfektionierten Rolle im Negativscan: (Ausschnitt von ca. 1/8 eines KB-Negativs)
http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/7124453803/
Und, nein, es ist definitiv kein Staub (ich arbeite penibelst sauber) und auch keine Beschädigung der Emulsionsschicht, die Einschlüsse sind, so weit ich das mit meinen Mitteln beurteilen kann, im Träger drin. Ich habe ein Stückchen Film genommen, auf die Fensterbank gelegt zur Belichtung und ohne Entwicklung [edit: mit frisch angesetztem Fixierer+entionisiertes Wasser vom Baumarkt] fixiert+gewässert. Hier ein Scan (Ausschnitt ca 1/4 der KB-Fläche wegen der Flickr-Verkleinerung): http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/7124482147/

Da ich die größeren Einschlüsse im lediglich gewässerten Negativfilm schon feststellen kann und sowohl reine Fixage als auch vollständige Ausentwicklung (an unterschiedlichen Tagen mit frisch angesetzten Chemikalien und sauber eingehaltenen prozesszeiten und -Temperaturen) die gleichen Probleme zeigen, kann ich einen Fehler in der Benutzung/Entwicklung meinerseits zu 99,9% ausschließen.

Wenn ich von den Negativen nun Vergrößerungen anfertige (vs. Scan) sind die Defekte nicht ganz so schwerwiegend. Bei 13x18 verschwinden die kleinen Pünktchen, aber auch bei dieser moderaten Vergrößerung sind sie auffallend - die großen Pünktchen sind nicht zu übersehen. Scan davon habe ich nicht zur Hand, ich habe die beiden Testabzüge schon weggeworfen.

//edit: Vorkonfektionierte Filme (Emulsion Nr. 101004/2013-1) sowie 30m-Rolle (Em.111015/2013-09) sind aus unterschiedlichen Fertigungszeiträumen, zeigen aber dennoch die gleichen Probleme.

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Zuletzt geändert von Klaus Doblmann am 29.04.2012, 19:31, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Efke 100 - Einschlüsse im Träger
BeitragVerfasst: 29.04.2012, 18:55 
Es ist sehr unwahrscheinlich, daß der Film einen solchen Defekt hat,vor allem, wenn Du wahrscheinlich sogar zwei verschiedene Chargen hast. Aber er ist recht empfindlich.

Daher solltest Du mal prüfen, ob der Fehler woanders liegt:

- Zum Entwickleransatz destilliertes Wasser benutzen.
- Das Waschwasser mal prüfen, ob vielleicht was drin ist. Ich hatte so einen Fall mal.
- Beim Trocknen auf absolut staubfreie Luft achten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Efke 100 - Einschlüsse im Träger
BeitragVerfasst: 29.04.2012, 19:10 
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Den Test, wo ich den Film nur ausfixiert habe, habe ich mit frisch angesetztem (frisch gekauftem - nicht überlagertem) Fixierbad und entionisiertem (umgangssprachlich destilliert genannt) Wasser in einem vorher geschirrspülergereinigtem alten Trinkglas durchgeführt. Ich habe aber auch noch einen anderen Fixierer da, mit dem kann ich das mal gegentesten. Recht viel sauberer kann man nicht arbeiten.

Leider lässt es sich nur sehr schwer abfotografieren - aber wenn ich die Seite mit der Lichthofschutzschicht frisch von der 30m-Rolle im Licht betrachte, sehe ich darin schon Unregelmäßigkeiten, wie feine Nadelstiche (oder, anders formuliert, so, als sei die Oberfläche mit feinsten Sandkörnern beschossen worden). Jede andere Oberfläche von anderen Filmen ist spiegelplan, der Efke gleicht dagegen fast einer Buckelpiste.
Staub ist es auch nicht, denn wenn ich den Film mit einer starken Lupe betrachte, sehe ich, dass die Einschlüsse nicht oberflächlich sondern im Träger eingeschlossen sind.

//edit:
Ich habe ein frisches Stück abgeschnitten und damit (so staubfrei gearbeitet wie möglich) zwei Bilder gemacht.
Nummer 1 zeigt Kristallstrukturen an der Oberfläche der Schutzschicht. Die größeren davon sind - wie oben beschrieben - als kleine Minikrater im Gegenlicht auszumachen (im Foto nicht zu sehen). Und nein, was man sieht ist definitiv kein Staub, sondern unlösbar mit der Oberfläche verbunden. Ich schätze, dass diese dunklen Partikel es sind, die man dann im Negativscan umgekehrt als größere und kleinere weiße Flecken sieht.
http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/7125091593/

Und hier noch ein Bild, bei dem man die Einschlüsse ganz klar sieht (Durchleuchtung eines frischen, unentwickelten Stück Filmes mit einer starken LED-Lampe, Kontrast angezogen)
http://www.flickr.com/photos/24470230@N06/7125091811/

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 Betreff des Beitrags: Re: Efke 100 - Einschlüsse im Träger
BeitragVerfasst: 29.04.2012, 19:26 
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Auf Mineralien und den pH-Wert achten. Das Thema ist altbekannt.

Beste Grüße,
Franz

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