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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 05.03.2012, 10:22 
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Ja und nein. Es kommt immer drauf an, wofür man den Diafilm verwendet. Wenn ich auf Diafilm fotografiere, dann mache ich das deswegen, damit ich ihn in Projektion vorführen kann - und da kann digital nicht mit. Diafilm ist aber generell noch nie so begehrt gewesen, nicht jeder hat die Möglichkeit und den Platz Dias vorzuführen. Und dann natürlich das Zeitgeiststressproblem: also ich hab schon öfters gehört, dass die Leute sagen, dass es einfach viel zu lange dauert bis alles aufgebaut ist. Das ist zwar lächerlich, weil das normalerweise keine fünf Minuten dauert, aber es hat ja niemand Zeit. Trotzdem erlebe ich immer sehr gutes Feedback, wenn die Leute mal wieder Dias sehen und keine Pixel am Monitor oder aus dem Beamer.

Was mir aber auffällt ist ja das, dass selbst unter Analogfotografen relativ wenige Dias machen, die sie dann vorführen. Das finde ich schade.

Die Scanbarkeit würde ich persönlich jetzt nicht überschätzen, ich finde eigentlich Farbnegativfilme auch problemlos zu scannen. Ich hätte aber einfach gerne einen leistbaren analogen Weg Vergrößerungen von Dias zu machen...

Gruß
Tom

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 05.03.2012, 20:24 

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Also ich benutze auch vorwiegend Diafilme. Die kann ich vorführen und das ist echt was anderes als auf einem Monitor. vor allem bekomme ich die Filme einfach so entwickelt. Es gibt kaum noch Großlabore die einen Negativfilm entwickeln ohne daß man zu einem Satz Abzügen gezwungen wird.
Allerdings habe ich beim Scannen genau andere Erfahrungen gemacht. Mein Collscan V mag Diafilme viel lieber als Negativ. Vor allem bei etwas daneben gegangener Belichtung habe ich bei Negativen ein sehr viel stärkeres Rauschen als bei Umkehrfilm. Das habe ich mit der Originalsoftware und auch mit VueSan getestet. So habe ich schon Negativfilme absichtlich als Dia gescannt und in Photoshop "umgedreht" und damit bessere Ergebnisse erzielt.

Gruß Matze


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 05.03.2012, 21:09 

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Was ihr wegen dem Vergleich Projektion und Beamer schreibt, ist absolut richtig.
Nur : dafür fehlt mir halt das Publikum, so gebrauchte ich meinen Pradovit schon in den 90ern nur sehr selten, der verkümmert längst in einem Schrank und die Leinwand verrottet aufgrund Platzmangel im Keller.

Selbige Thematik (Präsentation) betrifft für mich auch das fehlende Positivlabor. So gerne ich das wieder mal machen würde, es fehlt mir an Zweckmässigkeit.

@ Matze : hast du es schon mal mit "Analogverstärkung" im Coolscan probiert? Diese kann sich ggf als effizienter als die (virtuelle) Gradation erweisen. Damit wird effektiv die Leuchtkraft der Lampe gesteuert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 05.03.2012, 21:53 
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Es gibt noch Fuji. Und auch wenn nur noch der Provia überleben würde reicht dieses Angebot. Besser als keinen Dia Film mehr zu haben. Ich habe neulich in Marokko wieder Sensias und Provias benutzt und liebe die Präsentation auf der Leinwand. Das findet zwar nur selten statt, aber dann richtig.

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Gruß Jörg
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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 05.03.2012, 22:53 
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Ja genau das ist es ja, die Projektion. Den Provia kann man durchaus etwas wärmer haben, wenn man einen Skylightfilter davor gibt. Dann ist er dem E100SW bzw. E100GX, den ich von Kodak gern verwendet habe, durchaus ähnlich. Ich mag aber auch den Velvia.

Also ich wär zufrieden, wenn Provia und Velvia übrig bleiben, das reicht auch. Das sind super Filme.

@Auslöser: manchmal fahre ich auch zum Publikum ;-) dann nehme ich Leinwand, Projektor und Projektionstisch mit und führ am Abend ein paar Dias vor, bei Freunden oder Verwandten. Das kommt immer gut an

lg Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 06.03.2012, 16:05 
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Thomas L00S hat geschrieben:
manchmal fahre ich auch zum Publikum ;-) dann nehme ich Leinwand, Projektor und Projektionstisch mit und führ am Abend ein paar Dias vor, bei Freunden oder Verwandten. Das kommt immer gut an


So halte ich das gelegentlich auch, die Resonanz war bislang auch nur positiv, insbesondere bei MF-Dias.

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Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Orginale.
Pablo Picasso


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 10.03.2012, 11:22 

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Ach, dass waren noch Zeiten als man getrost frische Äpfel aus Nachbars Garten klauen konnte derweil dieser versuchte sie an der Strasse zu verkaufen. Nun hat dieser Bösewicht :twisted: den Baum gefällt. Ach was waren dass für Zeiten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 11.03.2012, 14:43 
Peter S. hat geschrieben:
Ach, dass waren noch Zeiten als man getrost frische Äpfel aus Nachbars Garten klauen konnte derweil dieser versuchte sie an der Strasse zu verkaufen. Nun hat dieser Bösewicht :twisted: den Baum gefällt. Ach was waren dass für Zeiten?


Hast Du denn Deine Diafime früher immer dem Nachbarn geklaut? Ich mußte die immer kaufen :-(


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 16.03.2012, 23:57 

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Zitat:
@ Matze : hast du es schon mal mit "Analogverstärkung" im Coolscan probiert? Diese kann sich ggf als effizienter als die (virtuelle) Gradation erweisen. Damit wird effektiv die Leuchtkraft der Lampe gesteuert.


Hallo Auslöser,

Na klar habe ich Deinen Rat berfolgt. Bei Diafilmen deutlich bessere Ergebnisse aber bei Negativmaterial leider Fehlanzeige.

Gruß Matze


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 14:09 
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Seitdem ich nun wieder analog fotografiere stellte sich für mich die grundlegende Frage danach, auf welchem Material. Standard ist nun - wegen der Handhabbarkeit im eigenen Labor und weil ich sehr gerne in Graustufen arbeite - S/W, besonders die klassischen Emulsionen gefallen mir sehr gut. Ich will keinen S/W-Film mit so feinem Korn, dass man keins sieht, da brauch' ich mich nichts ins Labor stellen. S/W lebt für mich durch (mehr oder minder dezentes, aber stehts sichtbares und das Bild definierendes) Filmkorn. Korn hat mir in meiner digitalen Zeit immer gefehlt, die Absenz von definierenden Strukturen lässt digitale Bilder für mich einfach leblos(er) erscheinen. Selbst wenn ich Negative scanne, bleibt das Filmkorn bei entsprechender Auflösung die das Bild definierende Eigenschaft, lange bevor die Pixel eine Rolle spielen.
Nun, aber was tun, wenn die Bilder in Farbe sein sollen? Da gibt es für mich eigentlich keine Alternative zum Dia. Dias (und ähnlich auch Super8-Filme bei denen ich den Digitalisierungswahn neuerdings gar nicht verstehen kann, der Film ist zur Projektion da und nicht zur Betrachtung von DVD auf dem 300€-Aldi-LCD mit Kotzfarben) kann man gemütlich am Abend mit der Familie auf großer Leinwand ansehen (oder auch mal als Diavortrag öffentlich verwerten), das macht das Dia-Erlebnis aus. Ich erinnere mich sehr gerne an meine Gymnasiumszeit, viele Schulausflüge etc. habe ich auf Dia festgehalten. Die anschließenden Diaabende mit Eltern und Verwandten waren stets ein Renner, während die Negativabzüge von Mitschülern niemanden recht interessiert haben. Mittels guter Diascanner kann man von den Dias dann auch brauchbare, kostengünstige Abzüge zum Weitergeben oder fürs Album erstellen (lassen), mittels Farbmanagement kann man da recht gute Ergebnisse erhalten, auch von den digitalen Ausbelichtern. Wenn es keinen Diafilm mehr gäbe, wäre die Fotowelt für mich eine ärmere.
Farbnegativfilm ist für mich keine wirkliche Alternative (manchmal kann man damit experimentieren, aber damit hat sich für mich auch die Relevanz von diesem Material schon). Um auf die Gymnasiumszeit zurückzukommen: Ich habe auch hunderte Negative von Ausflügen, Schüleraustausch etc. Im Gegensatz zu den Dias waren die Papierbilder aber nie wirklich interessant, von ein paar Nachbestellungen oder eigenen Großausbelichtungen auf 18x24 in s/w mal abgesehen. Bei meinen anfallenden Mengen (oder dem Fehlen derselben) wäre es finanzieller Größenwahnsinn, wenn ich nun auch mit der Colorpositivausarbeitung anfangen würde, da muss ich als Student, der am Einstieg in die Arbeitswelt steht, ganz klar einen Strich ziehen. Farbnegativfilme haben für mich die Berechtigung damals gehabt als Hausfrauen mit ihren Miniknipsen allerhand Schnappschüsse geschossen und dann die Bilder günstig aus dem Großlabor haben wollten, ohne Anspruch an Qualität. Für allerhöchste Ansprüche im Farbbereich geht (mir) schon bevor ich nun leider zwischenzeitlich eine digitale Phase hatte nichts über Velvia, sei es der 50er für alles was Gott geschaffen hat, oder der 100er für Erzeugnisse aus zwischenmenschlichem Kontakt zwischen Mann und Frau. Kodak-Diafilme waren für mich nie wirklich auf der Höhe der Velvias und die Produkte kamen und gingen schneller, als manche Leute ihre Unterhosen wechseln. Ich hoffe, dass nach der Einstellung vom Kodakmaterial nun die Position von Fuju gestärkt wird und es noch LANGE den Velvia gibt (auch umkonfektioniert für die Super8-Kamera, wo er den E100D und auch den Kodachrome gnadenlos abzieht).

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 14:32 
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Ich widerspreche dir bezüglich dem Aufwand für Colorvergrößerungen vom Farbnegativ. Erstens: finanziell ist es billiger als Schwarzweiß. Zweitens: Fachlich ist es nicht schwerer als Schwarzweiß.

Ich bin zwar auch ein Diafan, aber Farbnegativ hat schon was. Eine analoge Vergrößerung vom Farbnegativfilm hat eine hervorragende Qualität, nur die Arbeit ist etwas langweiliger als in der SW-Duka. Man kriegt aber mit ziemlich primitiven Mitteln Spitzenqualität hin.

lg Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 15:55 
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Hmmm... was ich halt gesehen/gelesen habe, sind (im Gegensatz zu meinen Erfahrungen mit S/W-Chemie bisher) die Lösungen ziemlich verderblich. Und 50€ für das Tetenal-Set sind einfach etwas teuer wenn ich nur ab und an mal von einem Farbfilm Prints ziehen will (C41-Chemie, die ich danach wegwerfen kann weil sie nur wenige Wochen hält auch noch eingerechnet). Das sind dann gleich mal 70€ für die Chemie um vielleicht 2,3 Filme zu entwickeln (mehr kommt bei mir in Farbe nicht zusammen). Das ist in meinem Budget momentan nicht drin. Günstigeren Lösungen gegenüber bin ich aber durchaus aufgeschlossen, wenn jemand nen Tipp hat ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 16:40 
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Was die Haltbarkeit anlangt kann ich beides nicht bestätigen. Sicherlich, wenn du nur 2 Filme machst, dann geht das nicht. Ich lasse meistens ein bisschen was zusammenkommen und dann mach ich Farbduka. Die Chemie ist aber um einiges länger haltbar als angegeben und sowohl der C41 als auch der RA4 Prozess sind ziemlich tolerant.

Der C41 Kit kostet ca. 20,- EUR, der RA4 Kit von Calbe ca. 35,- EUR.

Die Konzentrate funktionieren jedenfalls noch nach 6 Monaten, mehr habe ich noch nicht probiert.

lg Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 17:29 
Thomas,könntest du abgelaufenes Farbpapier gebrauchen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen über Fragen
BeitragVerfasst: 19.03.2012, 19:55 
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Leider nein, abgelaufenes Farbpapier hab ich, da brauch ich nicht allzuviel. Sowas verwende ich nur wenn ich mal von der Lomo was printe.

lg Thomas

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