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 Betreff des Beitrags: Kontrastbeherrschung bei Landschaftsaufnahmen auf Diafilm
BeitragVerfasst: 05.08.2006, 13:22 
Ich habe vorhin ein paar Velvia Planfilme aus dem Labor abgeholt und bin erschüttert...

Vorangestellt: ich habe kaum mit Diafilm fotografiert, vor allem keine Landschaften.

Also: leichtes Gegenlicht mit etwas Bewölkung, weite Landschaft.

1. Aufnahme: Vordergrund hat etwas Zeichnung, Himmel ist völlig ausgebrannt.
2. Aufnahme: Vordergrund pechschwarz, Himmel zeigt etwas Details, wirkt aber zu hell.

Zwischen beiden Aufnahmen liegt nur 1/2 Blende!

In SW wäre das überhaupt kein Problem gewesen.

Wie geht Ihr mit diesem superengen Spielraum um? Im Prinzip sieht es so aus, als ob ich auf Diafilm solche Aufnahmen einfach nicht machen kann. Würdet Ihr mir raten, auf Farbnegativfilm zu fotografieren? Ist das dann leichter?


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BeitragVerfasst: 05.08.2006, 22:13 

Registriert: 19.07.2006, 20:25
Beiträge: 346
Ja, Negativ hat einen erheblich grösseren Tonwert-/Dynamikumfang. Dia 1:500, Negativ 1:4000.

Aber es kommt darauf an, was Du damit machen willst. Vergrösserungen? Scannen? Obwohl Planfilme scannen macht ja nicht soviel Sinn.

Kannst Du mit dem Beli Spot oder 15° einstellen? (Beim Lunasix 3 mit Vorsatz geht das gut). Dann präzise messen und z.B. einen Cokin Grauverlaufsfilter 2x, d.h. dass der Graukeil oben ist und somit den Himmel 'abschwächt'.

Für Cokin gibt es diverse Adapter. Nimm das P System, das hat die grössten Filter mit 84x84, bei kleineren Objektiven hat das den Vorteil, dass Du den Filter in die erforderliche Position schieben kannst.

Sonst fällt mir im Moment und auf die Schnelle nichts dazu ein.

P.S.: bei 1/2 Blende so ein Unterschied gibt zu denken - ist der Verschluss ok?


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BeitragVerfasst: 06.08.2006, 00:27 

Registriert: 11.05.2006, 20:45
Beiträge: 273
....ich sag jetzt etwas, das könnte böse klingen: Um bei Landschaftsfotografie die Kontraste flach zu kriegen, kann man ja einfach auf besseres Licht warten (Morgens, Abends). Ich denke: Wenn man die Zeit hat, ist das wirklich die effektivste Methode. Etliche Fotoreisen hab ich so angelegt: Früh Morgens und Abends wird fotografiert. (Möglichst eine halbe Stunde vor und nach Sonnen- auf bzw. Untergang. Der Rest des Tages ist gut fürs Reisen selber, Interviewtermine und rumhängen.....

Gruss

PS: Wenn man nicht auf besseres Licht warten kann, sind die Verlaufsfilter auch nicht schlecht. Obwohl sie ein bißchen verpönnt sind.....

PS 2: Du kannst ja auch mal versuchen den Diafilm zu "pullen". Also über belichten und dann kürzer entwickeln lassen. Müßte auch die Konstraste flacher machen, aber ob das reicht weiß ich nicht wirklich.

_________________
mk


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BeitragVerfasst: 06.08.2006, 00:58 
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Beiträge: 709
Wohnort: Hann.Münden
Das ist aber eine uralte Regel; Landschaftsaufnamen werden früh morgens oder am späten Nachmittag bis abends gemacht.

_________________
Gruß,
Erich A. Kremer
_____________________________________________
Ich spreche immer nur für mich selbst und betone das selten noch mal extra, weil es für mich selbstverständlich ist, daß jeder so machen kann wie er mag.


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BeitragVerfasst: 06.08.2006, 13:00 
Ihr habt natürlich recht damit, richtig wäre, auf besseres Licht zu warten... aber auf das Licht kam es mir in dem Bild eigentlich an. Der Horizont war leider nicht so ganz grade, hätte meine Zweifel, daß ich da mit einem Verlauffilter was ausrichten könnte. Ich hatte per Spot gemessen, aber der Kontrastumfang des Diafilms ist wohl einfach so. Ich werde mal ein paar Schüsse mit Farbnegativfilm machen, mal sehen, ob ich damit besser zurecht komme.


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BeitragVerfasst: 12.08.2006, 17:51 
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Planfilm, also Großformat?
Wie misst Du die Belichtung? Hast Du einen Belichtungsmesser um auf der Scheibe die relevanten Bereiche zu messen?

Alice


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BeitragVerfasst: 13.08.2006, 21:42 
Als BeLi habe ich an dem Tag eine EOS 3 mit Spotmessung benutzt, mit einem 200er Tele. Ist nicht so übel, aber etwas größer als ein "Spotmeter". Das Problem ist in der Tat, daß der Belichtungsumfang einfach jenseits dessen lag, was ein Diafilm noch schafft. Daher auch die zweite Aufnahme, aber nun habe ich eine überbelichtete mit trotzdem zu wenig Schattendetails und eine unerbelichtete, bei der auch die Lichter nicht hinhauen.


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BeitragVerfasst: 14.08.2006, 18:03 
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Registriert: 07.08.2006, 03:50
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Dann besorge Dir unbedingt einen Belichtungsmesser für deine Planfilmkamera. Die sehen so ähnlich aus, wie eine Lupenmaus am Computertablet. Da kannste alle bildwichtigen Bereiche abgreifen und die Belichtung perfekt abstimmen. Für Großformat unabdingbar. Ansonsten ist ein richtiger Belichtungsmesser bzw. Spotmesser auch nicht verkehrt.


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BeitragVerfasst: 14.08.2006, 18:14 

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Die EOS 3 ist meines Wissens kein Belichtungsmesser...

Ein Gossen DigiSix wäre da um Längen besser. Bei den Preisen für Planfilm hast Du die Kosten in Höhe von ca. 140 Euro schnell wieder raus. Vor allem erheblich weniger Frust.

Eine Graukarte dazu wäre auch nicht verkehrt :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 08:58 
Hm. Natürlich habe ich auch noch einen sehr guten Handbelichtungsmesser von Sekonic. Die EOS benutze ich derzeit als Spotmeter, bis ich mir was winzig kleines kaufe, das steht schon auf der Einkaufsliste, nach einem 90er und einem Tele jenseits von 300mm und einem neuen Stativkopf.

Bei der Aufnahme hätte mir aber kein noch so guter BeLi das Problem gelöst, denn der Kontrastumfang war einfach zu groß. Dass ich das nicht bemerkt habe ist eigentlich keine Frage der Hardware sondern meiner Brainware, die nicht ins Kalkül zog, daß ein Diafilm das gar nicht packen kann.

Ich mache jetzt mal einen Versuch mit einem Farbnegativfilm, der ein bisschen mehr verkraftet, habe dann vielleicht auch noch mehr Spielraum bei der anschließenden Verarbeitung. Wer weiß, vielleicht entwickle ich dann ja auch C41 selbst, ist wohl nicht ganz so haarig wie E6.


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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 10:34 

Registriert: 19.07.2006, 20:25
Beiträge: 346
Zitat:
Ich mache jetzt mal einen Versuch mit einem Farbnegativfilm, der ein bisschen mehr verkraftet


Ein bisschen? Dia 1:500, Negativfilm 1:4000

Die Sekonic Belichtungsmesser sind spitzenmässig. Der von mir genannte Gossen sollte nur als Beispiel dienen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.08.2006, 11:41 

Registriert: 01.04.2006, 21:33
Beiträge: 335
Wohnort: Berlin
"Zwischen beiden Aufnahmen liegt nur 1/2 Blende!"
Laufen die Verschlußzeiten sauber ab, solltest du mal überprüfen.

"In SW wäre das überhaupt kein Problem gewesen."
:oops:

Ansonsten hilft dieser Link etwas:
http://www.tiscalinet.ch/fotografie/bel ... wierig.htm

Gruß aus Berlin
von Simone


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 10:53 
Simone hat geschrieben:
"Zwischen beiden Aufnahmen liegt nur 1/2 Blende!"
Laufen die Verschlußzeiten sauber ab, solltest du mal überprüfen.

"In SW wäre das überhaupt kein Problem gewesen."
:oops:

Ansonsten hilft dieser Link etwas:
http://www.tiscalinet.ch/fotografie/bel ... wierig.htm

Gruß aus Berlin
von Simone


Die Zeiten stimmen. Das Motiv war für den Film nur eben zu kontrastreich. Inzwischen habe ich allerdings Planfilnmspiralen und Foma 200 und Tri-X Filme in 4x5" - schon ist das alles viel einfacher. Für Farbe decke ich mich demnächst mit Negativfilme ein :-)


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 Betreff des Beitrags: Vorbelichtung
BeitragVerfasst: 29.08.2006, 19:07 
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Registriert: 29.08.2006, 18:32
Beiträge: 5
Wohnort: Siegburg
Ich habe mal mit einem Architekturphotograph gesprochen, der auch mit dieser Problematik
kämpfte. Er belichtet seine Filme vor ! Habe aber keine Ahnung wie lange.
Tobias


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorbelichtung
BeitragVerfasst: 29.08.2006, 19:13 
phototobi hat geschrieben:
Ich habe mal mit einem Architekturphotograph gesprochen, der auch mit dieser Problematik
kämpfte. Er belichtet seine Filme vor ! Habe aber keine Ahnung wie lange.
Tobias


http://schwarzweiss-magazin.de/swmag_wollstein_06.htm

Gruss, Dietmar


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