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BeitragVerfasst: 09.07.2008, 21:08 
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Registriert: 08.04.2007, 10:44
Beiträge: 151
golfiwang hat geschrieben:
..
Ganz ehrlich. Ich schreibe hier nicht, um von dir Applaus zu bekommen. Ich schildere lediglich meinen persönlichen Zugang zu verschiedenen Aufnametechniken. Dass es für schnelle Situationen bessere Aufnahmeformate gibt, will ich gar nicht bestreiten. Dass es aber auch mit MF Spaß machen kann, situativ zu fotografieren, will ich mir trotzdem nicht nehmen lassen.

Da hat eben jeder einzelne seinen eigenen Zugang.

Also: Viel Spaß bei deiner ernsten Fotografie!


Hi golfiwang,

das wäre auch grundverkehrt. Auch wenn man sich - zugegeben - manchmal vor Beifall auch von der falschen Seite bekanntlich nur schwer zu schützen vermag.. :wink:

Wie hagemanni bereits sehr richtig schrieb, ist es eine Frage der Übung und, meiner Ansicht nach noch wesentlicher, der eigenen Intension.

Auch ich bin rebelmäßig mit einer RB 67 im Freiland unterwegs und fotografiere damit zuvorderst: Vögel. Die RB dient dabei als Ergänzung zu KB SLR und kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Situation es zulässt d.h. weder Schnelligkeit noch extrem lange Brennweiten erforderlich sind.

Auch wenn unserem Foren-Artisten ("Artist" selbstverständlich hier im Sinne von "ernsthaftem Künstler" und nicht etwa im Sinne von "Clown" gemeint..) angesichts solchen Frevels die Baskenmütze hoch geht: Ganz ohne Skizze, Hintergrundkarton, Reflektoren usw. im Koffer. Ganz Spontan eben. Fast wie eine seiner gehassten "Knipsen" (nur in der Handhabung etwas sperriger..).

Von der Schwierigkeit her - auch das hatten wir hier im Forum an anderer Stelle bereits durchgekaut - halte ich das Ausnutzen einer (in der Natur) vorgefundenden Aufnahmesituation unter dem Aspekt "sehen, reagieren und aus der Situation aufnahmetechnisch das Beste machen" jeder noch so detailliert ausgeklügelten "Studiobastelei" - pardon: Komposition - fur mindestens ebenbürtig.

Also: Nicht auf das hören, was einem irgendwelche künstlerisch begnadete Waldfeen in Foren zu missionieren trachten, sondern Fotos machen die zuvorderst einem selbst gefallen. Wenn diese bei Mitmenschen auch noch eine positive Resonanz finden, dann ist das zwar schön, aber letzendlich sekundär.

Und vor allem: Selbst ausprobieren, was geht (oder auch nicht). Konzeptionelle Gerüchte ("Diese Kamera taugt nur für's Studio..", "Mit jener Kamera kann man nur dies oder das..") sind mit größter Vorsicht zu genießen. Und zumeist auch in der Praxis mittels eigener Versuche schnell widerlegt.

Jeder arbeitet eben anders, und jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Ideen. In diese Freiheit sollte man sich auch von niemandem hineinquatschen lassen. Sonst entsteht garantiert keine "Kunst", sondern bestenfalls Uniformität. Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass, wer permanent von Kunst schwadroniert - und dabei einen erschreckenden missionarischen Eifer an den Tag legt - selbst kein "Künstler"sein kann. Mangels allgemeingültiger Definition von "Kunst" verbietet es sich, eigene Vorstellungen seinen Mitmenschen oktroyieren zu vollen. Und zwar per definitionem.

"Kunst ist m.E. zuvorderst die Freiheit, buchstäblich alles dafür zu halten, was man will. Die Meinungen Anderer sind irrelevant. Sämtliche namhaften und historisch relevanten Werke haben eines gemein: 1. Sie galten zeitlebens als verschrobene Einzelgänger 2. Ihre Werke wurden erst posthum gewürdigt 3. Sie ließen sich schon gleich nicht von irgendwelchen selbsternannten "Experten" und "Kunstkennern" in ihre Arbeit quatschen.

In diesem Sinne.

Gruß,
Werner


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BeitragVerfasst: 10.07.2008, 11:25 
...das ist der Spaßfaktor im Hobby - Sinnlosigkeit - da schmeiße ich das Handtuch und schweige.

gruß beuys


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BeitragVerfasst: 10.07.2008, 11:28 
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Wohnort: Berlin
Zitat:
Jeder arbeitet eben anders, und jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Ideen. In diese Freiheit sollte man sich auch von niemandem hineinquatschen lassen. Sonst entsteht garantiert keine "Kunst", sondern bestenfalls Uniformität. Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass, wer permanent von Kunst schwadroniert - und dabei einen erschreckenden missionarischen Eifer an den Tag legt - selbst kein "Künstler"sein kann. Mangels allgemeingültiger Definition von "Kunst" verbietet es sich, eigene Vorstellungen seinen Mitmenschen oktroyieren zu vollen. Und zwar per definitionem.

"Kunst ist m.E. zuvorderst die Freiheit, buchstäblich alles dafür zu halten, was man will. Die Meinungen Anderer sind irrelevant. Sämtliche namhaften und historisch relevanten Werke haben eines gemein: 1. Sie galten zeitlebens als verschrobene Einzelgänger 2. Ihre Werke wurden erst posthum gewürdigt 3. Sie ließen sich schon gleich nicht von irgendwelchen selbsternannten "Experten" und "Kunstkennern" in ihre Arbeit quatschen.


irgendwie widersprechen sich die Aussagen in diesen beiden Absätzen inhaltlich komplett... Absicht? Einerseits sprichst du jemandem ab Künstler zu sein will... aber andererseits ehebst du jeden Fliegenschiss zur Kunst, so der Erzeuger dies so sieht... seltsam. ich versteh's nicht.
90% der (anerkannten) Künstler die ich oder deren Werke kenne sind handwerklich unter aller Sau, nur die wenigsten legen auf hochwertiges Handwerk wert. BTW, ich hab ein abgeschlossenes Studium als Handwerker (im grafischen Bereich, FB4) und glaube mir ein Urteil in manchen Fachrichtungen erlauben zu können, allerdings NICHT im Bereich Fotographie, da ich das immer nur nebenbei betrieben hab, während meiner ersten Ausbildung (abgebrochene Fachschule) nebenher mit Sinar (Schulkamera) und Pentacon Six, in der Uni Reprografie als Kurs und immer eben als Hobby nebenher betrieben, das soweit ging in Fotogeschäften nebenher zu jobben. Urteile über Fotos anderer werde ich mir nur sehr sparsam erlauben, da ich mich in dem Bereich nicht für professionell einstufe. Grafische oder Malerische Werke allerdings kann ich ziemlich kritisch betrachten und lasse manchmal kein gutes Haar daran...mMn ist Handwerk eine Basis der künstl. Ausdrucks. dillettierende Künstler gehen mir echt ab, kann ich nicht viel mit anfangen, und ist bestenfalls ein netter Versuch dem es an Ausführung mangelt. Wird natürlch erfahrungsgemäss keiner einsehen :)
Ich jedenfalls finde die Aussage das alles und jedes zur Kunst erhoben werden können soll ziemlicher Unfug ist. Andererseits... "des Menschen Wille ist sein Himmelreich" - früher gabs mal den Spruch "red du nur" :)
nicht böse nehmen...

_________________
Grusz, Helge
5.6/400, 4.5/300, 3.5/200, 3.2/135, 2.8/100, 1.8/85, 1.2/57, 1.4/50, 1.8/40, 2/35, 1.8/28, 3.5/28, 2.8/24, 3.5/35-70, 3.5/70-150, 4/80-200, 3.5/55

Konica FT-1 (8), FC-1, T3N, T2


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