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 Betreff des Beitrags: Was ist ein Selbstportrait?
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 01:12 
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Das muß jetzt mal geklärt werden. Ich meine ,das ist ein Foto von mir selbst, das ich ganz alleine mit mir und meiner Kamera,welcher auch immer, anfertige, und bei dem niemand sonst die Bildschärfe kontrolliert, Magazine einschiebt, Regie macht, auslöst oder Kaffe kocht.
(ich hab nix, über das ich mich sonst aufregen könnte) :D
Gruß
laborator

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 08:22 

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So sehe ich das auch.

Michael


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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 09:17 
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hattest du einen aktuellen anlass, dich gerade über dieses thema aufzuregen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist ein Selbstportrait?
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 09:20 
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laborator hat geschrieben:
.... auslöst oder Kaffe kocht. (ich hab nix, über das ich mich sonst aufregen könnte) :D Gruß laborator


darüber regst dich auf?? aah, verstehe : "geh´ mal kaffee kochen - oder kannst das auch nicht"

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 12:13 

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Ich glaube nicht.

Wenn man Photographie auf die reine Technikbeherrschung reduzieren könnte, dann hättest du vielleicht recht. Wenn man aber das Ganze mehr von der künstllerischen Seite betrachtet, dann ist jedes Foto das den Künstler nach seinen eigenen Ideen abbildet ein Selbsporträt.

Rembrand hat nicht alle Bilder selber gemalt, sondern er hat einen Stil, ein Konzept entwickelt und hat dann einen großen Teil der Arbeit an Lohnmaler in seinem Atelier weitergereicht, die, sich streng an das Konzept haltend, die handwerkliche Arbeit ausführen mussten.

Dasselbe ist natürlich auch für die Fotografie denkbar, wenn es auch so extrem sicher nicht häufig praktiziert wird. Aber Ansätze dazu sind natürlich vorhanden wenn z.B. ein Photograph einen Laboranten hat, oder wenn Stylisten/Bühnenbildner etc. ins Spiel kommen. Auch da wird doch auf die praktische Kompetenz anderer zurückgegriffen um die Bildvorstellungen des Fotografen zu verwirklichen.

Helmut Newton hat in seiner (ansonsten eher nicht empfehlenswerten Autobiographie) beschrieben, wie seine Lehrmeisterin, eine Berliner Modefotografin, vorging: Die Angestellten hatten das Setup einzurichten. Wenn alles fertig war, wurde die Meisterin gerufen, die Blickte durch den Sucher, nahm den Auslöser in die Hand, drückte ab und ging wieder. Der Rest war Aufgabe der Angestellten. Wer hat mehr zum Gelingen des Bildes beigetragen, die Angestellten, oder die Meisterin?

IMO kommt es darauf an eine geeignete Bildiee zu haben und die Umgebung dafür entsprechend herzustellen, als auf den rein technischen Vorgang des Auslösens.

Die Spielart bei der es v.a. darum geht, die Kollegen durch technisch scheinbar unmögliche Selbstporträts zu verblüffen, ist IMO spätestens seit der Erfindung des Funkauslösers ziemlich witzlos. Und das ein Photograph scharfstellen kann, das kann man doch auch mal vorraussetzen, das muss er doch nicht auch noch in seinen Selbstporträts beweisen. Es würde die ganze Veranstaltung sowieso nur noch ein klein wenig aufwändiger machen. Also was solls?



Gerd


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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 12:34 
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Martin Wissmann hat geschrieben:
hattest du einen aktuellen anlass, dich gerade über dieses thema aufzuregen ?


Im GF-Forum, wo ich mich auch rumtreibe war das Thema Selbstportrait. Da hat sich einer vor seine GF kamera gesetzt nachdem er sie aufgestellt hatte und seine Kinder haben dann die Schärfe kontrolliert, die Kopfhöhe des Portraitierten kontrolliert, eine Kassette eingeschoben, Verschluß zugemacht,Schieber gezogen. Ausgelöst hat er dann selbst.Das war wie ich meine kein SP mehr wenn ich einen ganzen Stab beschäftige. Mit meiner Ansicht stand ich allerdings allein.

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 13:13 
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alsooo...
für ein Zümpftiges GF-Selbstportrait brauchst du einen Pappkammeraden, der dort steht, wo du dich portretieren willst...
auf den Nischl stellst du dann scharf, nimmst die Belichtung und wählst den Ausschnitt...
dann, soll ja zümpftig sein, einen Pneumatischen Fernauslöser.. so mit Gummiball, Schlauch und Auslösekolben :-)
oooKi ??!? :lol:

wer rechtschreibfehler findet... darf sie behalten :)

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 13:30 
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Bild
wenn ein maler in den spiegel schaut und das malt was er sieht, ist es ein selbstportrait.
wenn ein fotograf alles selber macht, sich vor die kamera setzt und selbst auslöst, ist es ein selbstportrait.
alles andere ist eine selbstdarstellung.
lässt er alles vorbereiten und setzt dann nur seinen namen drunter, ist es selbstherrlich.

definitionssache und keine haarspalterei :lol:

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 17:45 

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Ich verstehe das Thema nicht so ganz. Was ist denn daran so besonders? Wenn ich mich selbst portraitieren will, dann tue ich es einfach, auch für Tests, Versuche etc. oder meine eigene Veränderungen in bestimmten Rhytmen, etc. zu dokumentiern. Das hat mit Selbstdarstellungen nichts zu tun.

Das technische Wissen werde ich doch haben. Das Scharfstellen wird notfalls ausgemessen und eingestellt, ausgerichtet mit einem Ersatz (ich habe dafür einen Frisierkopf). Einen Spiegel hinter der Kamera stellen, bringt auch einiges, da man sich selbst sehen kann. Da ist die Fantasie gefragt.

Übrigens, das mit dem Rembrand. Man weiß immer noch nicht ganz genau, welche Bilder von seinen Schülern sind, wo er teilweise mit gemalt hat (das erkennen Fachleute u.a. an seiner Pinselführung). Der" Mann mit dem Goldhelm" wurde 1985 oder 86 als Nicht-Rembrand eingestuft.

Selbstportraites finde ich als selbstverständlich, denn da meckert keiner 'rum, man selbst ärgert sich nur über sich selbst, kann in Ruhe alles einstellen und die "Zwitter" - so wie ich - machen mit der DSLR Testaufnahmen wegen der Einstellungen und wegen des Lichtes (statt mit der Polaroid, wie früher) und dann wird analog, am besten mit 2 Kameras, in denen unterschiedliche Filme sind, z.B. SW und Farbe, einige Filme durchgezogen. 3-4 Stunden sind da schnell vergangen.


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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 20:23 
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[quote="Gerd Orfey"]Ich glaube nicht.

IMO kommt es darauf an eine geeignete Bildiee zu haben und die Umgebung dafür entsprechend herzustellen, als auf den rein technischen Vorgang des Auslösens.

Who, the fuck, is IMO???

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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 21:18 

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laborator hat geschrieben:
Who, the f**k, is IMO???


IMO ist ´ne Waschstraße für Autos. Gerd Orfey meinte bestimmt: IMHO Mail-Abkürzung: "In my humble/honest opinion..." - "Meiner bescheidenen/ehrlichen Meinung nach..." (Quelle: http://lexikon.martinvogel.de).

Was bei Fotografen als Selbstportrait zählt, ist schwierig zu bestimmen.
Über Helmut Newton wurde z.B. gemunkelt, daß bei seinen Studioarbeiten alles von Gehilfen vorbereitet und eingestellt wurde. Der Meister soll dann nur noch ausgelöst haben. Aber gerade vom Herrn Newton gibt es auch zahlreiche Selbstportraits, die er mit Sicherheit ohne Hilfe gemacht hat.
Wenn ich Selbstportraits mache, dann im Bad vor dem Spiegel. Wenn die Kamera mit im Bild ist, dürften kaum Zweifel aufkommen.


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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 22:22 

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Am Montag besucht ich Helmut Newton schon zum x-mal, vier Gräber von DER Marlene entfernt. Es ist schon seltsam, an dem Grab eines bekannten Fotografen zu stehen und "ihn" zu fotografieren.
Seine Frau setzte im letzten Jahr einen kleinen Stein mit seinem Foto (ich denke kein Selbstbildnis, eher schon von ihr, aber wer weiß) auf sein Grab.
Newton machte viele Selbstbildnisse, teils in den verrücktesten Zuständen, in denen er sich gerade befand.
Viele Anekdoten ranken sich immer um bekannte Leute, speziell nach ihrem Tod. Muss man nicht alles so ernst nehmen. Er war für mich ein toller Fotograf.


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BeitragVerfasst: 15.10.2007, 23:50 
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[quote="Strohmann"]Ich verstehe das Thema nicht so ganz. Was ist denn daran so besonders?

Es ist eine schöne fotografische Übung

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BeitragVerfasst: 16.10.2007, 08:03 

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Es ist eine schöne fotografische Übung[/quote]

Na denn mal los. Nimm dir aber viel Zeit und es sollte keine(r) um dich 'rumhopsen.
klaus


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BeitragVerfasst: 16.10.2007, 11:46 

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"Selbstportrait" hatten wir übrigens im Januar als Monatsthema -> http://www.vfdkv.de/galerie.asp?id=19 . Hat mir gut gefallen, wie das Thema umgesetzt wurde. Es haben sich auch viele Mitglieder beteiligt.


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